Ups, schon der 5. Artikel über die Vorbereitungen, war ja doch viel, dies ist aber auch der letzte.
Geld? Nee, ich hab auch keine Ahnung, wieviel das Jahr kostet. Sag ich dann hinterher mal, aber eher im persönlichen Gespräch. Die Frage ist vielmehr, wie kommt man im Dschungel von Peru oder Kambodscha, in der Atacama Wüste oder am Ayers Rock zu Bargeld? Womit kann ich wo in der Welt bezahlen?
Also Kredit- und Debit-Karten vergleichen. Meine PSD-Nord Bank gibt nur noch V-Pay Debit-Karten raus, kann man außerhalb Europas nichts mit anfangen. Sabine hat noch eine Maestro von der Sparkasse, damit können wir wahrscheinlich häufig was abheben. Kreditkarte zum Geld abheben ist evtl. besser. Die PSD nimmt mindestens 9€ pro Abhebung, also besser nicht benutzen. Dagegen nehmen sie nur 1% bei Bezahlung im nicht Euro Ausland, das ist sehr gut. Fehlt mir nur noch was zum Geld abheben. Comdirect hat eine Visa Karte im Angebot, mit der man gebührenfrei an Visa Automaten im Ausland Geld abheben kann, genau richtig, aber bei Bezahlung nehmen sie 1,75%. Kein Problem, muss ich halt 2 Kreditkarten mitnehmen. Noch ne Zweitkarte für Sabine, dann sollte es gehen, selbst wenn mal eine verloren geht. Erste Tests in Kanada, mit Kreditkarte umsonst Geld geholt, mit Maestro allerdings zu viele Gebühren.
Beim Beantragen von neuen Kreditkarten sollte man noch in Lohn und Brot stehen. Eine weitere Ersatzkarte, die ich bei der Santander Bank zu spät beantragt habe, haben sie auch glatt abgelehnt, ich schätze, weil ich mich als Freiberufler bewerben musste. Nicht vertrauenswürdig!
Lustig wars bei meiner Friseurin, da ich eh nur 2 mal im Jahr gehe, war mein Wunsch „Muss ein Jahr halten!“ auch nicht wirklich eine Überraschung für sie. Gehe ich halt ein paar Monate wieder als Prinz Eisenherz.
Zahnarzt meinte noch schnell ein wenig Amalgam austauschen zu müssen, warum auch nicht.
1&1. Haben doch wirklich ein Sonderkündigungsrecht, wenn man ihr Hoheitsgebiet verlässt oder sie aus anderen Gründen den Internetanschluss an der neuen Adresse nicht anbieten können. Allerdings wollen sie die Abmeldung sehen. Daher musste ich mich, wie erwähnt, persönlich abmelden. War dann auch gar kein Problem, nicht schlecht 1&1.
Handy bei der Telekom ist natürlich ein ganz anderes Kaliber. Man kann zwar nirgends außerhalb Deutschlands sein Datenvolumen oder die Frei-SMS benutzen, aus dem Vertrag kommt man deswegen aber noch lange nicht raus. Telefonieren geht ja, Nummer ist ja auch noch aktiv. Hab dann trotzdem mal gekündigt, man muss ja Zeichen setzen. Da ich gerade aus dem 6 Monatsfenster raus war, erst zum Oktober 2018. Quasi 1 Jahr Daten, SMS und Freiminuten verschenkt, super Telekom.
Krankenkasse, braucht man doch, oder? Natürlich und eine Auslandskrankenversicherung ist echt preisgünstig. Außer einem Anbieter, bieten alle maximal 365 Tage Versicherung an. Heißt auch, man muss erst 6 Monate wieder in Deutschland krankenversichert gewesen sein, bevor man die nächste Auslandskrankenversicherung abschließen kann. Damit ist das Ende unserer Weltreise klar, am 6. August 2018 sind wir zurück und wir bleiben mindesten 6 Monate. Die LVM hat uns zu zweit für unter 1.000€ fürs ganze Jahr versichert. Das find ich toll.
Was uns ganz übel getroffen hat, ist das Packen.
Anfangs haben wir über Koffer vs. Rucksack diskutiert. Allerdings nicht sehr lange. Nachdem ich meinen alten Rucksack aus dem Keller geholt habe, war ziemlich schnell klar, dass wir irgendwie zu alt für knubbelige Sachen aus der Wühlkiste sind. Koffer wird wohl die bessere Wahl sein, Bett, Dusche und warmes Wasser hätten wir auch gerne durchgängig. Neuer Koffer plus Sabines in die Jahre gekommenes Plastikschätzchen sollen uns begleiten, dazu Sabine Tagesrucksack 24 Liter, Jan Zweitagesrucksack 30 Liter, beides Handgepäck tauglich.
Erstes Kofferpacken, neuer Koffer, noch nicht ganz voll aber schon 25 Kilo drin. Geht gar nicht. Am Ende sind wir mit 22 + 18 Kilo Koffern losgeflogen. Ist zwar für den Flieger gerade noch in Ordnung, man schleppt sich aber tot. Wir geben uns noch ein, zwei Stationen, um noch genervter davon zu sein, dann hoffen wir, dass wir wissen, welchen Ballast wir abwerfen können. Z. Zt. unsere einzige Baustelle.

Damit bin ich auch durch. Ich wollte eine möglichst komplette Sammlung aller, zumindest für mich, wesentlichen Schritte der Vorbereitung auflisten. Sicher hat jeder noch andere Themen, ist aber alles machbar. Allerdings muss man schon planen. Da wir jetzt ein paar Tage unterwegs sind, muss ich sagen, dass ich absolut nichts bereue.
Dann schleppt mal schön weiter, mit oder ohne Sonne!