Genervt

Das erste mal richtig angenervt. Ohne Ziel durch die Stadt zu schlendern, hat sowohl in Montreal als auch in Quebec ganz gut funktioniert. In Chicago allerdings nicht. Zu große Entfernungen, zu viele gleichartige Sachen sprich Hochhäuser.

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Morgens fing es sehr nett an, von der Ostsee, wie Sabine das hier nennt, zur Ostsee telefoniert. Alltagssorgen austauschen und damit ein bisschen an der Normalität teilhaben. Dann aber kein schattiges Plätzchen für unser erstes kleines Frühstück (7-Eleven – Obst) gefunden. Trotzdem nett am Lake Michigan gesessen und mit Blick auf Segelschiffe und die Tauchübungen der lokalen Feuerwehr gefrühstückt.

Zweites Frühstück, für Marc eher Mittagessen, Blueberry Pancakes mit Sirup und Blaubeersaft, Hammer, natürlich viel zu große Portion. Danach mit etwas vollem Bauch versucht für Sabine neue Schuhe zu kaufen. Hab mir die Michael Jordan Etage im Nike Flagship Store angeschaut. Für Basketballspieler sicher ganz großes Kino. Schuhe kaufen eher schwierig (Ich hätte schon welche gefunden).

Dann noch ein bisschen zwischen den Hochhäusern rumstreifen. Ich muss dringend aufhören, sinnlos Fotos von Hochhäusern zu machen, braucht kein Mensch. Die amerikanischen Autofahrer nerven etwas. Bei grüner, respektive weißer Fußgängerampel fahren dir hier regelmäßig die Rechtsabbieger über die Füße und fühlen sich auch noch sowas von im Recht.

Sabine versucht eine Briefmarke für eine Postkarte nach Germany zu kaufen. Der Hotelconcierge meint, sowas würde aber in amerikanischen Hotels nicht als Service angeboten und schickt uns zur CVS-Pharmacy. Die haben auch Briefmarken, aber ausschließlich im 20er Pack und nur für USA intern. Sabines Nachfrage, wo wir denn welche bekommen, wurde dann schon genervt mit „Na, bei der Post halt“ beantwortet. Bei der irgendwie zu erwartenden Folgefrage, wo die nächste Post denn sei, viel die amerikanische ich grinse und bin freundlich Maske doch glatt in den Dreck und uns wurde klar, ist doch weltweit das Gleiche im Service.

Unser Versuch, abends in einer Bar etwas zu essen und ein Bier zu trinken, scheiterte daran, dass der Wirt unseren Personalausweis als nicht ausreichendes Dokument ansah und meinte ohne Reisepass dürften wir halt nur was essen. Ist schwer, nachzuweisen, dass man schon über 21 ist.

Zum Abschluss dann noch Rumgeschreie und Polizeieinsatz im 7-Eleven. War natürlich nix aber trotzdem. Schnauze voll.

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Pffff, wenn ich mir das jetzt noch mal durchlese, was ich gerade geschrieben habe, war gar nicht so schlimm, musste mich aber erstmal abregen. Ich poste es trotzdem, muss ja auch mal sein.

2 Kommentare zu „Genervt“

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