Pocahontas

Wir sind jetzt schon häufiger über Pocahontas gestolpert, die Wichtigkeit der Indianerin für die amerikanische Kultur (oder Legendenbildung) war mir bislang nicht bewusst. Wie mein Freund Christoph heute zu mir sagte, gibt es keinen Western drüber, kann nicht wichtig sein, zeigt auch meine Sozialisierung. Walt Disneys Zeichentrick Liebesschnulze kam für mich einfach zu spät raus.

Anfang des 17. Jahrhunderts drohte die Besiedelung Amerikas zu scheitern, die Siedler hatten zu wenig Nahrung und waren in permanentem Disput mit den Indianern. Die Häuptlingstochter Pocahontas war der Meinung, dass ein friedliches Zusammenleben und mehr Handel zu einer besseren Zukunft führen würde. Sie half den Siedlern, die richtigen Nahrungsquellen zu finden und heiratete einen Farmer, um diesen Handel zu besiegeln.

Entgegen des Filminhalts, hat es nie eine Romanze gegeben und Pocahontas hat rein aus politischen Gründen gehandelt. Jedenfalls hat ihre Heirat mit dem Farmer Rolfe zu Frieden und blühendem Handel zwischen Indianern und Siedlern geführt.

In der Virginia Historical Society wurde eine kleine, bronzene Pocahontas Statue gezeigt und ein paar Ohrringe, die sie angeblich in London getragen hat. Da hab ich noch keine Fotos gemacht, war mir nicht wichtig. Fotos sind von der Virginia Historical Society Webseite.

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Im Kuppelsaal des Kapitols habe ich das Gemälde fotographiert, auf dem sich Pocahontas taufen lässt.

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Für den englischen Adel war es sicherlich sehr wichtig, mal eine „adelige“ Indianerin, die Tochter des wichtigsten Häuptlings, auf ihrem Niveau zu treffen, trotz des Makels, dass sie mit einem Bürgerlichen verheiratet war.

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