Heute haben wir zu Fuß eine Ausgrabungsstätte der Limas in Miraflores angeschaut. Die waren vor den Inkas hier. Optisch macht die Anlage nicht viel her, beiger Stein vor grauem Himmel. Bloß gut, dass später eine Schulklasse in leuchtenden Farben auf der Pyramide stand.

Der Guide spricht ein spanisches Englisch, das ich gut verstehen kann. Und ich kann seine Erklärungen gut verstehen. Die Steine wurden wie Bücher in Regale gestellt (Bookshelftechnik) und es blieb ein bisschen Platz dazwischen, so dass sie flexibel waren und den Erdbeben standhalten konnten, ganz schön schlau.

Allerdings haben sie junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, die schon ein Kind bekommen hatten, geopfert, wie schrecklich.

Danach war ein anderes Volk an dieser Stelle, die Wari. Deren Gräber zeigen, dass den Toten der Elite Kinder aus niedrigeren Schichten beigefügt wurden. Angeblich fanden die Eltern das nicht so schlimm, weil ihr Kind dadurch in den Himmel kam. Ist schon etwas seltsam mit diesen Ritualen.
Wir durften auch die Pflanzen anschauen, die die Limas schon hatten, sah eigentlich aus wie bei uns im Garten, Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Kapuzinerkresse, Purple Mais und vieles mehr.
