Lima – Arequipa

Unsere Rundreise in Perus Süden beginnt. Der erste Stop ist Arequipa, die Hauptstadt der gleichnamigen Region mit gut einer Million Einwohner. Das Taxi hat uns um 6:15 Uhr morgens abgeholt, wir konnten gerade noch etwas Frühstück bekommen, während der Kellner es gerade erst aufgebaut hat. Leider hat Lima das Frühlingswetter nicht behalten, ich habe hier irgendwie immer kalte Füße, bin gespannt, ob das auf unserer Rundreise besser wird.

Am Flughafen erstmal Verspätung. Keine Informationen wie lange, scheint aber schlechtes Wetter in Cusco zu sein. Sabine schaut sich täglich die Wetterverhältnisse der nächsten Tage an. In Puno hat es gerade Schneeregen bei 3°, brrr. Augusto vom Reisebüro hat gesagt, wir sollen erstmal ein Schläfchen halten, bevor wir einen leichten Stadtrundgang in der ungewohnten Höhe machen. Das lassen wir dann mal wohl aus.

3 Stunden verspätet und damit exakt zum Beginn unseres Stadtrundgangs treffen wir im Hotel ein. Nancy wartet schon auf uns und gibt uns Zeit, um unsere Koffer im Zimmer abzustellen. Dann man los. Nancy ist so ziemlich die am langsamsten laufende Stadtführerin, die ich bislang getroffen habe, aber sehr nett. Arequipa ist wirklich Peru, die Gebäude sind in einem Mix aus Inka- und spanischer Architektur gebaut. Sehr viel Inka-Symbolik überall auf weißen Gebäuden, erbaut aus lokalem weißen Lava- Tuffgestein. Allerdings, weiß Nancy zu berichten, ist der Beiname ‚die weiße Stadt‘ nicht auf dieses Gestein, sondern auf die rein weiße Einwohnerschaft der Innenstadt zurückzuführen. Die Inka durften nur auf der anderen Flussseite siedeln. Dass die Häuser maximal 1-3 geschossig sind, ist nicht einer tollen Bauvorschrift, sondern den seismischen Aktivitäten der Gegend geschuldet, macht die Stadt aber attraktiv.

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In Mitten des Ortes gibt es das Nonnenkloster Santa Catalina, mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern erstaunlich groß und komplett eingefriedet. Im Inneren sieht man, dass die Schwestern hier in einzelnen Häusern gewohnt haben, incl. Bediensteten, eigener Küche, Wohn- und Empfangsbereich. Erst mit 1871 wurden diese Privilegien abgeschafft und Gemeinschaftsunterkünfte angelegt. In den Hochzeiten gab es hier 150 Nonnen und unzählige Bedienstete. Das ganze Ensemble wurde über 220 Jahre ab 1579 gebaut.

Augusto vom Reisebüro hatte uns ja 3 Dinge mit auf den Weg gegeben. Wenn ihr in die Höhe kommt, macht langsam, haltet Mittagsruhe und esst etwas Leichtes. Da wir uns schon an die ersten beiden Punkte nicht gehalten haben, dachten wir, der dritte macht bestimmt auch keinen Sinn und haben landestypisches Alpaka gegessen, mit dieser Aussicht auf die Kathedrale.

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Es ist jetzt erst halb acht, sieht aber so aus, als ob wir direkt ins Bett fallen. Morgen schauen wir uns die Stadt mal in Ruhe an.

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