Ich sitze draußen in einem der von Sabine beschriebenen Innenhöfe unseres tollen Hotels und überlege, was wir alles in Arequipa erlebt haben, war nämlich doch eine Menge. Ich fang mal hinten an, wir haben gerade einen Kaffee aus rein peruanischen Bohnen in einer kleinen lokalen Kaffeerösterei getrunken. Der peruanische Chef hat uns auch gleich von seiner Zeit in Hamburg berichtet und wir mussten noch ein peruanisches Franzbrötchen essen, da es von der deutschen Chefin selbst gebacken war. Netter ruhiger Ort in einer tollen Stadt.

Der wohl berühmteste Autor Perus ist Mario Vargas Llosa. Wir hatten in Lima schon mit verschiedenen Leuten über ihn gesprochen, doch jetzt, in seiner Geburtsstadt, ist er noch etwas präsenter. Sein Geburtshaus wie auch Teile seiner privaten Bibliothek können besichtigt werden. Die Einheimischen können sich aber nicht wirklich für ihn erwärmen. Nancy erzählte uns, dass er nach seiner verlorenen Präsidentschaftskandidatur Peru den Rücken gekehrt und die spanische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Anlässlich seines Geburtstages letztes Jahr sei er dann doch vorbeigekommen. Dafür sei aus Sicherheitsgründen die halbe Stadt verriegelt worden und niemand hätte sich frei bewegen können. Seit dem ist das Verhältnis der Arequipeños zu ihrem Nobelpreisträger noch problematischer.
Heute morgen waren wir auf dem größten lokalen Markt in Arequipa, dem Mercado San Camillo. Der Tipp, dort nicht zu spät hinzugehen, war toll. Der Markt war nicht allzu besucht, wir konnten uns alles in Ruhe anschauen. Auftakt machten die Saftläden. Die Anzahl der Stände zeigt schon, wieviel sonst los ist. Jeder scheint erst mal einen frisch gepressten Saft zu trinken.

Peru ist unheimlich reich an leckeren Früchten. Die verschiedenen Klimazonen, die Peru mit den Küsten, den Anden und dem Dschungel abdeckt, sorgen für eine sehr vielfältige Fauna und Flora.

Dazu gehört natürlich auch die Kartoffel. Bei uns unterscheiden sich die Sorten optisch ja wenig, eher in Größe. Hier gibt es aber viele unterschiedliche Farben und Formen. Die Grenze zwischen Kartoffeln und Wurzeln wie der Yuka sind dabei eher fließend.

Mais scheint auch ein wichtiges Grundnahrungsmittel zu sein, vom schwarzen haben wir ja schon berichtet, wir sind immer wieder von den verschiedenen Formen und Größen fasziniert.

Allerdings müssen wir uns sehr an die Präsentation von verderblichen Lebensmitteln gewöhnen. Alles wird ungekühlt angeboten, selbst der Fisch. Dass dabei wirklich das ganze Tier verkauft wird, ist weniger überraschend.



Das Dach der Markthalle, sieht man ein wenig auf den Fotos, wurde von Gustave Eiffel persönlich konstruiert.
Ihr müsst bald mal wiederkommen. Das macht mich fertig 🙂 Im Ernst: Ich lese Euch täglich morgens als erstes und bin immer begeistert. Noch VIEL SPASS!
Überleg dir gut ob du deinen Morgen anders gestalten möchtest 😉 Im Ernst: Danke für die Blumen, uns macht es jedenfalls sehr viel Spass.