Puno – Cusco

Morgens hatte ich mir von der bevorstehenden Fahrt von 11 Stunden im Bus nicht viel erwartet. Eher als notwendige Strapaze eingestuft, sind wir aber sehr begeistert in Cusco angekommen. Eigentlich haben wir genau den Weg genommen, den die ersten Inka beschritten, als sie vom Titicacasee ins Cusco Tal umsiedelten. Auf dem Weg haben wir auch verstanden, warum.

Die endlose Hochfläche habe ich ja schon beschrieben, auf dem Weg zum Pass La Raya haben wir aber viel fruchtbares Land gesehen, kleine Gehöfte mit Viehwirtschaft und Getreideanbau lagen aber noch im Winterschlaf.

Ein erster Stop führt uns nach Pukara einer Tempelanlage von 200 v.Chr. Eine Terrassenanlage vor imposanter Bergkulisse. Leider wurden die gefundenen Hinkelsteine in Museen untergebracht und sind nicht mehr zu sehen.

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Wir überqueren den La Raya Pass in 4.335 m, eine Hochgebirgslandschaft mit Gletschern ist der Übergang ins Cusco Tal. Der Guide bemängelt den Gletscherschwund, der über die letzten Jahre stattgefunden hat und bezieht es auf den Klimawandel.

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Ab sofort geht es nur noch runter und ich hoffe, dass ich meine Höhenkrankheit endlich ablegen kann.

In den nächsten Minuten eröffnet sich uns ein komplett neues Bild von Peru. Die Felder sind bewirtschaftet, die Maispflanzen sind schon 30 cm hoch. Der Guide sagt, dass im Cusco Tal zwei Ernten möglich sind, im Puno Tal nur eine. Das sieht man nicht nur an der grünen Landschaft, sondern auch an den größeren Häusern der Bauern. Es scheint den Menschen hier besser zu gehen. Auch Bäume gibt es, liegt wohl auch an der Nähe zum Dschungel, der sich nur noch einen Gebirgskamm entfernt befindet.

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Am Nachmittag dann der erste Kontakt mit der Inka Kultur. Raqchi war ein religiöses Zentrum der Inka mit einer großen Versammlungshalle, die komplett mit Gold ausgekleidet war. Beeindruckend die hohe mittlere Mauer, unten passgenaue Steine, oben Adobe Ziegel. Das ganze war von zwei Säulenreihen eingeschlossen und mit einem spitzen Grasdach gedeckt.

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Man sieht hier sehr schön die Bauart der Inka. Alles beruht auf der Trapezform, die Inkas kannten den Gewölbebogen nicht. Dächer waren immer Spitzdächer aus Holz und Stroh, mit Seilen an den Mauern befestigt. Die Mauer wird oben dünner, die Fenster, Türen und Nischen haben immer Trapezform.

Der Tag war sehr kurzweilig, mindestens alle 1,5 Std. haben wir angehalten und etwas besichtigt. Mir ging’s auch besser als erwartet.

Ach ja, das Titelbild ist das Inka Eingangstor zu Cusco, ihrer Hauptstadt, haben wir passiert. Wir sind schon sehr gespannt auf das Zentrum der Inka Kultur.

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