Der Höhepunkt unserer Rundreise rückt näher. Früh um 8 machen wir uns per Panoramazug auf die letzte Etappe zum Machu Picchu. Das Tal wird schnell enger, schneebedeckte Berge und schroffe Felsen, der Urubamba Fluss hat ein tiefes Bett eingegraben und der Zug folgt diesem perfekt.

Der Zug ist bequem, die uns gegenüber sitzenden Brasilianer sind schwer zu verstehen, empfehlen uns aber im Februar, zum Karneval nach Rio zu fahren. Jetzt sei es doch eh zu warm.
Die gesamte Zugfahrt über bekommen wir das Ziel nicht zu Gesicht. Eben deshalb haben die Spanier es ja auch nie zu sehen bekommen. Das Hotel ist eher gewöhnungsbedürftig, sieht teilweise etwas nach Rohbau aus, unser Zimmer unterm Dach hat sich schön aufgeheizt. Heißt aber zum Glück auch, dass das Wetter perfekt ist. Wir haben keine Zeit uns einzurichten, es geht gleich weiter zur Busstation, um uns über die Serpentinenstraße zum Eingang von Machu Picchu hochfahren zu lassen. Die anderthalb Stunden Aufstieg sparen wir uns, genau wie den Inka Trail. Vielleicht beim nächsten Mal.
Wir sollen nach unserem Führer Edgar Ausschau halten, klappt aber nicht, erst als alle Gruppen schon weg sind, erkundigen wir uns bei den rumstehenden Guides. Edgar ist schon unterwegs und muss noch mal umkehren, um uns abzuholen. Große Gruppe und Edgar scheucht uns erstmal zum höchsten Punkt hoch, anstrengend. Dann bietet sich allerdings auch schon das allseits bekannte Machu Picchu Panorama.

Ich finde es überwältigend, mit den grünen Bergen rings herum, dem Blick auf den Urubamba Fluss runter. Die Terrassen kleben wirklich am Hang und der Hang ist deutlich steiler als auf den Bildern zu sehen.

Man darf nicht mehr überall hin laufen, sondern es gibt genau einen Weg durch den Komplex. Damit stecken wir ab und an schon mal im Stau, Edgar findet aber immer ein Plätzchen mit gutem Blick und Platz für uns.

Nach zwei Stunden Führung sind wir wirklich platt und entscheiden uns nicht noch für eine Runde, sondern fahren mit dem Bus wieder runter nach Aguas Calientes oder Machu Picchu Pueblo, wie es neuerdings heißt. Sabine ist sehr erledigt und legt sich erstmal ab. Ich spaziere durch das Dorf, leider ist die Sonne in dem schmalen Tal auch schnell weg.
Für morgen haben wir die Besteigung des Machu Picchu Mountain geplant, Sabine passt aber schon mal, zu viel aufregende Busfahrt und zu viel Hochgebirgskraxelei. Ich werd dann wohl alleine losziehen, 6:30 muss ich im Bus sitzen.
episch!
[…] Auf dem großen Arber vs. auf dem Machu Picchu […]