Aguas Calientes oder Machu Picchu Pueblo ist ein erstaunliches Dorf. Das Tal, in dem es liegt hat quasi keinen Meter flaches Land. Keine Straße führt raus, die Berge steigen sofort sehr steil an.

Es gibt genau eine Straße, sie führt vom Ortskern rauf zum Machu Picchu und hat an jedem Ende einen Wendeplatz. Ich habe auch nur die 20 Mercedes Busse gesehen, die den ganzen Tag die Strecke befahren, keine weiteren Autos. Die Zuglinie, auf der wir gekommen sind, endet hier. Der Zug fährt mitten durch den Ort, quasi durch die Fußgängerzone.

Das Dorf zieht sich an einer Seite sehr steil den Berg hinauf. Überall sieht man unfertige Gebäude oder aktive Bauarbeiten. Alles, was dieses Dorf benötigt, muss mit der Bahn rangeschafft werden. Alles, was mit der Bahn kommt, muss per Hand verteilt werden.

Ganze Baumstämme, aber vor allem Getränke werden transportiert. Der Bauboom folgt dem Touristenboom. Kein Besucher des Machu Picchu kommt um dieses Dorf herum. Entweder hat man den Inka Trail gemacht und übernachtet hier nach anstrengender Wanderung oder man wählt, wie wir, den einfachen Weg per Bahn und nutzt den Bus ab hier. Dies ist der größte Touristenhotspot in ganz Peru. Wir sitzen um die Mittagszeit am Hauptplatz und essen eine Suppe. Unglaublich, wie viele Leute hier herumspazieren. Beeindruckte Touris, schwer tragende Sherpa, Marktfrauen, Karren schiebende Transporteure, mal eine Kochjacke, deutscher Tourist schießt bestimmt 50 Fotos von den Gleisen. Kurzweilig ist es auf jeden Fall. Toll, dass hier die Kinder einfach auf der Straße spielen, zwischen all den Touris, den Bussen und Bahnen.
Wir haben uns gestern ganz übel den Magen verdorben. Eine Pizza ist halt doch die falsche Speise für Peru. Heute lassen wir es daher ganz langsam angehen. Der Hotelbesitzer erlaubt uns einen very late Checkout und wir dürfen bis 4 Uhr nachmittags das Zimmer nutzen, normal ist um 9 Checkout. Das ist auch unsere Rettung, nach Kamillentee am Morgen schlafen wir noch mal 5 Stunden. Danach sind wir wieder etwas fitter und besteigen den Zug zurück nach Cusco. Morgen machen wir uns noch einen ruhigen Tag dort, bevor es in den Dschungel nach Puerto Maldonado geht.
Expliziten Dank an das Killa Inn in Aguas Calientes.
Gute Erholung, ganz schön spannend eure Reise!