Wer sich bei dem Titel etwas italienisch oder mafiös vorkommt, darf das gerne. Hat aber mit dem Stadtteil Palermo in Buenos Aires wenig zu tun. Zwar scheint es die eher italienischen Restaurants in diesen Stadtteil zu ziehen, aber das flair von Little Italy in Montreal haben wir hier nicht. Eher ist es es ein wohlhabender Stadtteil, der mit grossen Parks, Wohnarealen mit schnuckeligen kleinen Häusern und zweistöckigen Villen aber auch trubeligem Straßenleben zwischen Hochhäusern aufwartet. Letzteres ist dann wieder italienisch locker.

Wir speisen dann sehr leckere Bruschetta in einem kleinen Straßencafé, dazu Orangensaft und Macchiato. Die Bruschetta war so üppig mit Camembert und argentinischem Schinken belegt, dass wir beide davon satt waren. Auch hier sind die Portionen scheinbar immer sehr üppig. Nicht nur die Steakgewichte fangen hier erst an, wo sie bei uns schon aufhören.

Der Ausflug ins Nachbarviertel hat uns noch mal eine andere Seite von Buenos Aires gezeigt.

Auf dem Weg zurück kommen wir an den Ingenieurswissenschaften der Universität vorbei. Scheint in einer Kirche untergebracht zu sein, von außen etwas morbide, von innen sehr abgenutzter Uni Charme. Ist irgendwie bezeichnend für diese Stadt.

Das, was uns in Chicago noch an den Hochhäusern fasziniert hat, ist hier, durch die wilde Bauweise, noch nicht ganz bei uns angekommen.