Bloggen, hatte ich mir für mich lange nicht vorstellen können. Bei meiner letzten Firma, Telerik, musste man als Entwickler ab und an mal einen Feature oder Tips & Tricks Blog Post über sein Produkt schreiben. Fand ich deswegen schwer, da er ja von Software Entwicklern gelesen wurde. Von der eigenen Gilde wird man ja am ehestens abgestraft und die Frage nach der Richtigkeit und Relevanz des Inhalts war immer da.
Jetzt also ein eigener Blog, ich weiß immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich sehe es aktuell als eine Mischung aus Tagebuch, Dokumentation und „Schaut mal, was wir Tolles machen“. Das letztere versuche ich eher selten herauszukramen oder auf Facebook zu tun, klappt aber nicht immer. Ich finde Facebook ist die bessere Plattform für die Selbstinszenierung.
Wir versuchen es wirklich als
Dokumentation unserer Reise zu sehen, Sabine hat es sich schon, zum Abschluss, als gedrucktes Buch gewünscht. Idee ist gut und ein Exemplar auch die richtige Auflage.
Leider schlägt doch die Eitelkeit durch und man schaut zu häufig auf die WordPress Statistik. Natürlich ärgert man sich über rückläufige Klicks oder Besucherzahlen. Die Frage, ob man denn mal wieder was Spannenderes machen müsste, um die Besucherzahlen hoch zu halten, verbietet sich natürlich, ist aber öfter im Hinterkopf.
Schreibe ich spannend genug? Ist das nicht zu profan? Hey, das ist mir aber zu sehr nur eine Aufzählung. Das sind aber viele Bilder für das bisschen Text. Du packst da gerade aber Inhalt für drei Tage in den einen Post. Das versteht doch keiner, was du da für ein wirres Zeug schreibst.
Wir machen es uns halt nicht einfach. Darf man einen Post erst drei, vier Tage, nachdem man ihn geschrieben hat, veröffentlichen? Sabine ist strikt dagegen, ich möchte auch schon mal was auf Halde schreiben, ansonsten finde ich es eher schwierig und zu diszipliniert jeden Tag was zu schreiben. Dauert ja auch.
Achja, die Statistiken nach dem 100-sten Post, ganz herzlichen Dank an unsere treuen Leser, hätte ich am Anfang nicht mit gerechnet, dass wir am Tag fast immer zwischen 20 und 25 Besucher haben, sind wir sehr stolz drauf, macht weiter so!

Markus Freise hat einen schönen Beitrag zum Thema Beeinflussung der künstlerischen Freiheit durch Likes und was er dagegen macht, geschrieben. Lohnt sich, ganz zu lesen. Fand ich sehr inspirierend, mit unserem Thema ist aber die Gefahr nicht wirklich gegeben.
http://www.markus-freise.de/2017/09/26/ich-muss-euch-um-entschuldigung-bitten/
Trotzdem war ich am Anfang, als ich nochmal extra den Link zu unserem Blog in den sozialen Medien und in WhatsApp Gruppen gepostet habe, deutlich von der Erhöhung der Leserzahlen getrieben und bin es sicherlich immer noch. Also bitte gerne Werbung für den Blog machen, wenn er euch gefällt. Internet ist halt nicht geheim.
Wir lesen natürlich auch manche Reiseblogs und haben uns dagegen entschieden, Tipps und Tricks in den Vordergrund zu stellen, schließlich schreiben wir ja auch für uns selber. Manchmal kann ich es aber trotzdem nicht lassen, muss dann einfach sein.
Haben wir Lust weiterzumachen? Aber sicher, ob wir aber die Frequenz beibehalten, find ich fraglich. Wird sich zeigen. Ich habe jedenfalls noch ein paar Fotoalben Posts auf Halde.
Also ich finde, Ihr macht das ganz gut und überraschend ausdauernd. Ich werde auch weiterhin dabei sein, und hoffe, Ihr schreibt vorrangig für Euch als Tagebuch wider das Vergessen. Und wenn es mal nix zu berichten gibt, dann schreibt es sich vielleicht am übernächsten Tag wie von allein. Und ich erreiche eine Bahn zeitiger am Morgen. 🙂