Eine Woche haben wir in Uruguays Hauptstadt Montevideo verbracht. Das ist wie eine kleine Stippvisite im Verhältnis zu der langen Zeit, die wir in Peru verbracht haben.
Es war eine Mischung aus Entspannung und Sightseeing.

Da wir nicht so hektisch reisen wollen, haben wir darauf verzichtet, nochmal 140 km weiter die Küste raus nach Punta del Este zu fahren. Das ist ein sehr beliebter Badeort, der so richtig am Atlantik liegt. Montevideo liegt ja eher noch am Fluss, sieht aber trotzdem auch etwas wie Ostsee aus.

Wie die Werbevideos auf der Fähre zeigten, scheint dort der große Hotel-Bauboom zu herrschen. Unter anderem entsteht wohl gerade ein Trump-Tower, brauchen wir nicht, haben wir schon in Chicago gesehen.
In Richtung Hafen, wo regelmäßig die Kreuzfahrtschiffe anlegen, findet sich der Slogan
1 turista – 1 amigo. Man setzt hier sehr auf Tourismus. Von den Kreuzfahrtschiffen selbst haben wir nichts gesehen. Allerdings waren in der Nähe des Hafengrills viele deutsche Pärchen und Grüppchen unterwegs, die wahrscheinlich gerade individuell auf Landgang waren.
Wir hatten überlegt, auf dem Rückweg Colonia del Sacramento, die älteste, von Portugiesen gegründete Stadt in Uruguay anzuschauen. Allerdings passten die Reisedaten für unseren Anschluss nach Cordoba nicht mit Bus und Fähre und Hotel zusammen. Es gibt immer viel zu berücksichtigen. Deshalb haben wir uns entschieden, auf geradem Wege mit der Fähre wieder zurückzufahren.
Jan liest bei Karl May nach, was wir sonst noch alles verpasst haben. Der kannte sich am Rio de la Plata ja gut aus.
Der Stadtteil Punta Carretas, in dem wir unser Zimmer haben, ist nah zum Strand und zwischen den neuen Hochhäusern finden sich zahlreiche kleine Villen, die nach europäischem Vorbild gebaut sind.


Dieses Fachwerkhaus steht in dem kleinen „Unterstadtteil“ Trouville. Das Vorbild Trouville ist ein sehr schöner Badeort in der Normandie, in dem es genau solche Häuser gibt.
Von der fleischlastigen Küche hat Jan schon berichtet, daneben scheint man auch gerne Süßes zu essen. Am 100. Tag haben wir uns einige kleine Törtchen gegönnt. Insgesamt war die leichte, vielfältig vegetarische Küche Perus viel bekömmlicher.