Oase Mendoza

Ohne Bewässerung geht hier nichts. Mendoza liegt aber so nah an dem ersten Anden Höhenzug, dass es scheinbar keine Wasserprobleme gibt. Schon die Quechua (Inka), die hier gelebt haben, wussten die Bewässerungskanäle anzulegen. Wir haben nicht herausgefunden, ob da noch Reste vorhanden sind. Jedenfalls hat jede Straße in Mendoza einen mehr oder weniger sichtbaren Wasserkanal.

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Die wirklich vielen Straßenbäume halten nicht nur die Sonne sondern auch den Wind und den Dreck aus der Stadt. Sie sind immer direkt an dem Wasserkanal gepflanzt.

Nachteil ist der nicht immer dem deutschen Straßenbau entsprechende Zustand der Kanäle und Bäume. Teilweise tun sich große Löcher auf und der unaufmerksame Spaziergänger mag auch schon mal darin verschwinden, ist uns bislang aber nicht passiert. Wann die Bewässerung wirklich stattfindet, können wir gar nicht sagen, wir haben bislang nur das Regenwasser abfließen sehen.

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Angeblich fallen in Mendoza im ganzen Jahr 200 mm Niederschlag und wir hatten das Gefühl, dass wir gestern die Hälfte davon schon gesehen haben.

Auf unserer Busfahrt nach Maipú sind wir durch die verschiedensten Siedlungen gekommen, die etwas älteren, eher gewachsenen, sahen gut aus. Allerdings sind wir auch durch Neubaugebiete gekommen, die entweder nach Einheitsbauweise oder sozialem Wohnungsbau aussahen. Es ist für uns, die wir uns eher im Zentrum der größeren Städte aufhalten und immer noch kein Spanisch sprechen, schwierig, über die Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen zu schreiben. Vielleicht ist in der Beziehung Mendoza ja auch Oase.

Argentinien scheint mal wieder pleite zu sein. Hier ist das scheinbar zulässig, nicht wie in Europa. Ich verstehe aber auch solche Artikel wie hier nicht wirklich.

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