Santiago de Chile

Hui, das war ein sehr stürmischer Flug über die Anden, selbst der coole Jan musste seine Krimi-Lektüre einstellen und wir mussten etwas Händchen halten. Es hätten ja schließlich die letzten Minuten unseres Lebens sein können. Nach der Landung erklärt mir Jan, wie sicher das Fliegen sei.

Wir sind bei Sonnenuntergang um 20.40 Uhr gelandet. Es war noch hell und ich habe mich schon gefreut, vielleicht auch noch im Hellen am Apartment anzukommen. Aber dann mussten wir uns für das Visum anstellen, hatten die falsche Schlange erwischt, nur für Chilenen. Das hat der smarte, junge Beamte nicht so eng gesehen und unsere Papiere trotzdem bearbeitet. Dann haben wir die Koffer abgeholt und mussten durch den Zoll, alles einmal durchleuchten lassen, fertig.

Jan versucht, ein Uber-Auto zu bestellen. Ich bekomme nacheinander 2 Autokennzeichen zugerufen, nach denen ich Ausschau halten soll, während Jan immer wieder ins Flughafengebäude rennt, weil er nur dort Internet hat. Ich warte brav draußen mit dem Gepäck, es wird sehr schnell sehr frisch. Nach geraumer Zeit, es ist längst dunkel, geben wir die Uberei auf und nehmen ein Taxi. Die Fahrt ist ein bisschen wie in Lima, da hatten wir unsere erste Fahrt vom Flughafen in die Stadt auch im Dunkeln. Nur sieht hier alles viel besser aus, große ordentliche Werbeflächen, 3-spurige Straßen, auf denen die Spuren weitestgehend eingehalten werden. Und dann nähern wir uns dem Ziel, hohe Wohnblöcke mit mehr als 20 Etagen, alle Läden verriegelt und verrammelt, viele Mauern mehr oder weniger schön mit Graffiti besprüht. Wo sind wir hier? Ich komme nicht gerne im Dunkeln in einer neuen Umgebung an.

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Beim Concierge ist der Schlüssel hinterlegt, alles wie vereinbart. Wir beziehen das Apartment, schauen wie allabendlich die Tagesschau und schlafen ein.

Heute Morgen scheint die Sonne mit etwas Dunst. Am Morgen ist es frisch, wird aber genauso schnell warm, wie es sich gestern Abend abgekühlt hat. Der erste Weg führt uns in einen blitzblanken Supermarkt, wo es leckere Brötchen gibt. Leider trinkt man hier wie in Peru sehr viel löslichen Kaffee. Jan würde am liebsten eine Kaffeemaschine kaufen. Der lösliche Kaffee weckt meine Erinnerung an frühere Campingzeiten. Für mich ist dieses Frühstück sehr gut.

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Inzwischen ist Rolf eingetroffen und hat deutsche Papierbücher mitgebracht. Ich bin glücklich.

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