Die Standseilbahn zum Berg San Cristobal mit der weißen Marienstatue ist leider wegen Wartungsarbeiten nicht in Betrieb. Wir verzichten auf die Busfahrt oder den Aufstieg zu Fuß. Morgen ist Mariä Empfängnis, ein Feiertag in Chile und damit wird es auf dem Berg dann sicherlich voll.
Wir laufen am Rio Mapocho entlang Richtung Innenstadt. Das Kunstmuseum liegt direkt auf dem Weg und hat einen großen, lichtdurchfluteten Eingangsbereich. Zu hell für Malerei oder Grafik, wird hier viel Marmor und Bronze gezeigt.

Wir schauen uns mehr das Gebäude als die Kunst an, obwohl ich gerne unabhängige chilenische Kunst sehen möchte. Aber die Zusammenstellung ist eher wild, ein Saal mit Porträts über drei Jahrhunderte (Titel hab ich mir ausgedacht), zeigt viel Krams.

Also geht’s wieder raus in den Park, der sich am Fluss entlangzieht. Rolf verspricht uns ein Mittagessen im ehemaligen Bahnhof, vorher aber noch die Markthallen.

Viktorianische Metallkonstruktion, gefertigt in England, entworfen von chilenischen Architekten. Drinnen gibt es eine riesige Fressmeile aber drumherum auch dutzende von Fischständen. Die Fischauswahl ist grundlegend anders als z. B. in Hamburg. Näher an der Küste werden wir das mal durchprobieren müssen.

Achja, Ma-Lu, für dich haben wir extra diesen Fisch ins Auge gefasst.

Alles sieht sehr schmackhaft aus.
Trotzdem weiter zum stillgelegten Bahnhof und kleines Mittagessen. Wir müssen noch Ansichtskarten einwerfen und besuchen die Hauptpost. Leider sind die Schlangen sehr lang, ist ja Vorweihnachtszeit und morgen Feiertag. Wir bekommen den Tipp, die Briefmarken bei der Philatelie-Abteilung zu kaufen, da ist kein Mensch und wir bekommen tolle Sondermarken. Das Postgebäude ist sehr schick und hat ebenfalls einen hohen Raum mit Glasdach.

Der Plaza de Armas ist eine Mischung aus alt und modern, neben der Kathedrale gleich das Glasgebäude, daneben die Post. Auch hier das typische spanische Bild eines Stadtkerns, quadratischer Platz, Kirche und Verwaltung drum herum.

Schon sind wir fertig mit Santiago, morgen wird es sicher etwas gemütlicher in Valparaiso.
Tolle Fotos, Jan! – Für mich ist es erstaunlich, was es an schöner, alter Architektur dort gibt, die offensichtlich auch gepflegt wird.
Auch ich bin beeindruckt von den Fotos und überhaupt euren Beschreibungen! Aber vor allem auch von der Tiefenschärfe hübschhässlicher Exemplare. Werde mich zu revanchieren wissen :-)!