„Die Sonne wusste nicht wie wunderschön ihr Licht war, bis es von diesem Gebäude widergespiegelt wurde“ [Louis Kahn].
Leider hat die Sonne nicht mitgespielt und das wohl bekannteste Dach der Welt präsentiert sich etwas gelblich. Erinnert mich nach 3 Tagen in Sydney etwas an unsere Vulkan Geschichten. Wir sind mehrmals hin gepilgert und immer hat uns die Sonne im Stich gelassen.
Wir nähern uns vom Land und wundern uns erstmal, wie klein das Gebäude erscheint. Ist es natürlich nicht, alleine die Treppe davor ist 100 m breit.

Das Dach besteht aus sehr vielen kleinen Keramikfliesen, manche lasiert und weißer, manche unlasiert und beige. Der richtige Effekt entsteht erst, wenn man weiter weg ist und die Sonne scheint.

Die ineinander verschachtelten „Tütchen“ sieht man von der Flussseite sehr schön, die großen Glasflächen brechen das Dach auf und lassen viel Licht ins Innere.

Den richtigen Blick hat man wahrscheinlich von der Harbour Bridge, direkt gegenüber der Oper. Im benachbarten Hafen liegt permanent ein riesiges Kreuzfahrtschiff und versperrt die direkte Sicht. Aus der richtigen Perspektive sieht aber alles wieder nach vertrauten Größenverhältnissen aus.

Natürlich muss die Oper für viele Fotos herhalten. Echt schade mit dem Wetter, aber der Fotograf hat ja sicher Photoshop.

Die tragische Geschichte der Oper handelt aber von ihrem Architekten Jørn Utzon. Nachdem die Kosten während des Baus explodiert sind, hat die australische Regierung den Architekten rausgeschmissen und er hat sofort das Land verlassen. Bis zu seinem Tod 2008 ist er nie zurückgekehrt und hat sein berühmtestes Gebäude nie persönlich gesehen.

Unser Besuch auf der Harbour Bridge ist dann zwar immer noch nicht bei Sonnenschein, zeigt die Oper aber etwas in ihrem Glanz.
Abends dann noch mal ein bisschen mit Vollmond und angestrahlt.

Ich habe ein paar Fotos mit bunten Lichtern gesehen, das gibt noch mal einen tollen Effekt, wir hatten aber die Oper und die Brücke in schickem Weiß. Für die Farbe sorgt die Bar am Modern Art Museum. Leider schon geschlossen, aber evtl. um das Farbkonzept nicht zu kompromittieren.

Das Titelbild hat Google Photos für mich automatisch gepimpt, kann man mögen, muss man aber nicht.
Ja wie toll! Sydny hat mit besser gefallen als Melbourne. Das hatte für mich weniger Character.
Führung in der Oper war toll und es gab danach verbilligte Karten (Musik Tiger and Dragon ;-).