Architektur- und Kulturclash

Sorry für das Denglish, lol. In Chinatown tobt das wirkliche Leben, genau wie in Little India. Es ist hier nicht nur eine Kopie des asiatischen Lebens, sondern es ist das asiatische Leben selbst. Uns fällt es nur so stark auf, weil wir eher im ruhigen, westlichen, Party- und Shoppingteil Singapurs abgestiegen sind. Verlässt man diesen, wird es gleich bunt, laut und lecker. Dasselbe gilt auch für die Architektur. Hochhauswelt wird unterbrochen durch Tempel, alte, englische Kolonialarchitektur, aber auch durch eher asiatische Wohnsilos. Es macht Spaß, sich zwischen diesen Welten zu bewegen. Morgens ein wenig asiatisch auf dem Frühstücksbuffet, mittags richtig indisch in Little India, nachmittags Kaffee und Kuchen im Fullerton Hotel. Abendessen lassen wir mal aus, bin noch satt.

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Der Drachen – im Titelbild – wurde im hochmodernen Kaufpalast mit Luxusgeschäften, von den Inhabern bestellt, um den Segen fürs nächste Jahr zu erbitten. Dabei wurde mit lautem Rasseln und Trommeln der Drache in den Laden geschickt, dort bekam er einen Teller mit Essen, hauptsächlich Mandarinen. Er hat diese dann geschluckt und die Schalen in hohem Bogen wieder ausgespuckt. Danach, besänftigt, hat er noch ein chinesisches Spruchband ausgespien, welches von den Ladenbesitzern aufgehängt wurde. Tolle Show von mindesten 20 Protagonisten. Selbst der bei uns eher sehr konservative Burberry Laden ist hier etwas farbenfroher.

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Das trifft natürlich auch auf die Architektur zu. Die westliche Architektur… Hm, ist sie das wirklich noch? Die neuen, pompösen Hochhausbauten sind doch alle in Arabien oder Asien, darf man das noch westlich nennen? Naja, ist halt den Bauten im Westen ähnlicher als der für uns typischen asiatischen Architektur. Marina Bay Sands Hotel im Hintergrund, links das Technikmuseum, rechts der Fullerton Hotel Pavillon und davor lustige Parkbankkunst. Westlich?

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Dagegen dann Chinatown, vielleicht etwas touristisch in den Straßen, die wir besucht haben, die Wohnblöcke ringsherum aber eher authentisch chinesisch.

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Gleicher Straßenzug in Little India, ähnliche Häuser, für mich etwas indischer angestrichen. Das wirklich Indische waren aber die vielen Goldgeschäfte.

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Natürlich dürfen auch die Sakralbauten nicht fehlen, direkt nebeneinander findet man die Moschee, neben dem Hindu- und Buddhistentempel.

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Für die Fotos schlecht, wir waren aber eher froh über den bedeckten Himmel. Hier wünscht man sich dann doch eine richtige Kamera, die auch mal mehr Kontrast aufnehmen kann.

Die Stadt subventioniert Fassadenbepflanzungen mit 50%. Es soll grüner werden. Hier ist die pragmatische Lösung, Beton hinter grün verstecken und gleichzeitig die Luft reinigen. Architektonisch interessante Ansätze sind Häuser wie dieses.

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Essen ist genau so vielschichtig. Ich habe aber nichts gesehen, das ich nicht gegessen hätte. Pretty in Pink Bäckerei trifft chinesische Schweinereien.

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War ja doch ein kurzer Besuch in Singapur und ich hab es auch nicht geschafft, Durianeis zu essen.

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