Mangas

Zeit, mich mal wieder mit Mangas zu beschäftigen. Mit Comics kenn ich mich wenigstens ein bisschen aus, mit dem japanischen Pendant, den Mangas, aber gar nicht. Wir wohnen nicht weit von dem Kyoto International Manga Museum entfernt und gehen heute mal hin. Schon im Eingangsbereich fallen die große Menge an Kindern und Jugendlichen auf, die an allen Ecken und Enden sitzen und Comics in der Hand haben.

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Das liegt an einer unendlichen Menge an Comics, die sich in endlosen Regalen überall im Museum befinden. Die Webseite spricht von 50.000 Exemplaren, die seit den 70ern publiziert wurden und hier frei zugänglich sind. Unglaublich. Diese große Menge liegt sicher auch daran, dass hier Mangas als Massenware schnell auf den Markt geworfen werden, eher wie Heftchenromane. Ich schaue mir ein paar an und bin, wie eigentlich schon immer, nicht sonderlich beeindruckt. Viele Zeichnungen scheinen mir nicht zu Ende gezeichnet zu sein, stilistisch geht es von Seite zu Seite auch etwas durcheinander. Wenn aber der Zeichner jede Woche oder jeden Monat was rausbringen muss, ist das natürlich verständlich, reizt mich aber nicht sonderlich.

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Viel interessanter finde ich da das Regal mit den besten Mangas von 2017. Sehr ansprechend, in der Ästhetik sehr japanisch, typische Kulleraugen und junge Mädels in kurzen Röcken, aber mal schön gezeichnet und teilweise toll koloriert.

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Unter Nakano Mayaka finde ich im Internet wenig, aber Tokyo Ghoul scheint bekannter zu sein.

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Wahrscheinlich müsste man sich hier mal länger einschließen und sich zu den Japanern gesellen. Die Kids sind jedenfalls sehr vertieft.

In einer Ausstellung ging es unter anderem um das Kopieren von Ideen oder ganzen Comics. Das Beispiel eines Japaners hat mich gleich an Moebius erinnert und es wurde hier auch auf die Parallelen hingewiesen. Auch der kopierte Blueberry hing eine Reihe weiter.

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Eine weitere Ausstellung hat sich mit Zeichnungen von Maikos beschäftigt. Das Museum hat namhafte Manga Zeichner gebeten, jeweils eine Zeichnung einer „Geisha in der Ausbildung“ zu zeichnen, jeweils in Schwarz/Weiss. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich geworden und toll anzuschauen.

Auch ein paar kolorierte, größere Formate von Manga Figuren waren zu sehen. Insgesamt sehr ansprechend. Leider hat mir dann das jeweilige Comic dazu gefehlt.

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Insgesamt ein tolles Museum, in dem ich etwas zu wenig Zeit verbracht habe. Vielleicht bietet sich ja noch mal eine Gelegenheit, mehr über Mangas zu erfahren.

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