Wir sind heute nach Hongkong geflogen. Erst einmal ist mir die Entfernung von Tokyo nach Hongkong sehr weit vorgekommen. 4 Stunden 30 Minuten Flugzeit, da ist man locker aus Europa raus, hier ist es aber erst halb durch Asien. Dann hatte ich Hongkong nicht so wuselig in Erinnerung, liegt aber evtl. auch an dem großen Kontrast zu Japan.
Die japanische Höflichkeit ist dem Chinesen fremd. Gerade beim Ein- uns Aussteigen an der U-Bahn wird es sehr deutlich. Lustigerweise gibt es in Hongkong die gleichen Markierungen am Boden wie in Japan, sodass man sich ordentlich anstellen könnte, macht aber keiner. Gerade mit Gepäck muss man sich kräftig rausschieben, da wird kein Platz gemacht.

Wir haben ein Hotel im Shopping- und Vergnügungszentrum, auf der Kowloon Seite. Da ging es heute Abend zu wie tagsüber am Tempel in Tokyo.

Abends wären in Japan die Bürgersteige aber um diese Uhrzeit, so halb neun, schon hochgeklappt gewesen. Wir treffen meinen Bruder im Hotel und gehen, wie sich das für den Italiener gehört, erstmal eine Pizza essen. Kai war zwei Wochen in China unterwegs und braucht mal wieder etwas Zuhause. Ich nicht, war aber trotzdem gut. Noch schnell einen Mangosaft im 7-Eleven kaufen, ist mit richtigen Mangostückchen, sehr lecker und dann gleich ins Bett. Das Hotelzimmer ist wieder normal gross, man muss nicht überlegen, wie viele Socken man für den Aufenthalt benötigt, der Koffer ist ja offen.
Achja, japanische Hightech in Form einer angewärmten Klobrille ist jetzt auch vorbei. Hier muss man sich konzentrieren, nicht einfach den Deckel fallen zu lassen, nach zwei Wochen Klobrillenschliessdämpfung. Archivbild japanisches Technikwarenhaus:
