Lange nicht mehr so erfolglos nach einer Unterkunft gesucht. Wir haben uns jetzt endlich in den Bayerischen Wald begeben und dachten, es sei ja nicht schwierig, bei der großen Auswahl, eine Übernachtungsgelegenheit zu finden. Erstmal war die Auswahl im Internet doch nicht besonders groß und das Angebotene auch noch schlecht besprochen.

Sabine wird bei diversen Besichtigungen im Treppenhaus mit Schmutzwäsche beworfen, durch Keller und ewig lange Gänge geschickt, geruchsbelästigt oder vom Preis umgehauen. Wir kreisen um den Großen Arber, kämpfen mit dem nicht vorhandenen Internet und verzweifeln im Wald. Es ist nicht einfach, ohne Kartenmaterial und Internetempfang zu navigieren. Schöne neue Welt.

Wir schaffen es dann doch, in Bodenmais ein Zimmer für zwei Nächte zu buchen. Teuer, aber Halbpension + Kaffee um 2:00. Die Poolwelt ist toll, mit viel Blubber und Sonne. Beim Abendessen sind wir schon erstaunt, mit einem Plastikhandschuh darf man sich Etwas vom Salatbuffet nehmen. Hatten wir so noch nicht. Beim Frühstück dann das gleiche, normales Buffet, einziger Unterschied ist die Maske und ein Handschuh pro Person. Fühlt sich falsch an und ist es wahrscheinlich auch. Gab es da nicht noch eine Quadratmeter/Person Regelung für Innenräume? Es ist nämlich auch sehr voll.

Achja, bevor ich hier nur rummecker, lieber was Netteres. Nach dem Frühstück brauchten wir erstmal frische Luft und sind zum Arbersee gefahren, um auf den Großen Arber zu wandern. Kurze Strecke mal wieder, knackig hoch mal wieder. Sabine ist nicht ganz überzeugt und verlässt mich, bevor die Baumwurzel- gefolgt von der Stein-Strecke kommen. Sie marschiert einmal um den Arbersee, malerisch, aber voll.

Der Weg zum Gipfel ist sehr schön, tolle Ausblicke und dass man sich im Skigebiet befindet, sieht man erst knapp unter dem Gipfel. Der Gipfel allerdings ist mir etwas zu voll.

Da muss ich dann doch verzichten. Es scheint so, als ob Corona hier gar nicht existiert. Ausweichen auf dem Wanderweg ist auch nicht wirklich gewollt und das liegt nicht an den vielen Tschechen, denen ich begegne.

Daher, schnell wieder runter, noch ein Skiwasser bei 30°, aber immerhin in der Skihütte, dann zurück ins Hotel. Das Kuchenbuffet ist sehr groß und wir finden was Leckeres. Der Pool lockt und wir springen ins wohltemperierte Wasser. Schön erfrischt und geduscht beginnt dann der faule Teil des Tages. Ich lieg auf dem Bett und schreibe diesen Artikel. Spätes Abendessen mit der Hoffnung, dass es dann schon etwas leerer ist.

[…] dem großen Arber vs. auf dem Machu […]