Heute Morgen Aufbruch in Bodenmais. Hotel mit Halbpension ist nichts für uns. Ich habe gestern Abend viel zu viel gegessen.
Bayerischer Wald ist für mich eigentlich verbunden mit Glasproduktion. Von meiner Ausbildung her ist mir Zwiesel geläufig, als Ort, wo es eine Fachschule für das Glashandwerk gab. Dort findet sich außer einigen alten Fabrikschloten nichts Spannendes zu dem Thema mehr.

In Bodenmais gab es einen Hinweis auf eine Glas-Erlebniswelt und verschiedene Schaufenster mit den buntesten Glasartikeln. Ich dachte, das Thema können wir uns sparen.
Aber heute Morgen meint Jan, wir könnten doch noch über Spiegelau etwas weiter durch den Bayerischen Wald fahren. Wir kommen durch Frauenau und dort finden sich einige Beschilderungen, denen wir folgen. Wir gehen durch einen Glasgarten. Glasskuplturen sind sehr ansprechend in Szene gesetzt.


Glas kann ein sehr spannender Werkstoff sein. Die Künstler werden erwähnt, es gibt einige Infos zu den Werken. Am Ende des Parks kommen wir zum Werksverkauf der Firma Eisch. Wir sind sehr überrascht. Es gibt dort sehr hochwertiges Gebrauchsglas und auch künstlerisch gestaltete Wohn-Accessoires.


Es freut mich, dass die Glasproduktion in kleinen Manufakturen hier eine Zukunft zu haben scheint.

Das bekannte, österreichische Traditionshaus Riedel hat die Glasfirmen Spiegelau und Nachtmann aufgekauft und deren Produktionen eingestellt bzw. an andere Stätten verlagert. So können wir unsere Fahrt auf der Glasstraße beenden und unser nächstes Ziel: München ins Navi eingeben.
Unterwegs ein kurzer Butterbrezn-Stopp in Landshut. Da waren wir vor vielen Jahren und die ganze Innenstadt war eine einzige Baustelle. Aber nun ist alles fertig, die Häuser erstrahlen in neuen Farben. Es hat sich gelohnt, nochmal einen Blick in diese Stadt zu werfen.
Inzwischen sind wir in München und es fühlt sich ein bisschen wie Weltreise an. Warum? Weil nun das Thema Wäsche waschen auf dem Programm steht. Unter diesem Aspekt hatte ich die Stadt noch nicht angeschaut. Also los!
