Kleine Welt – Zarte Blüten an weißer Kunst

Für uns alle wird die Welt im Moment immer kleiner. 15 km ist nicht wirklich weit. Wer weiß, wie es nächste Woche werden wird.

Urlaubsplanung oder -vorfreude sind Wörter, die man gerade wenig in Gebrauch hat. Andere neue Wörter des Jahres 2020 drängen sich in den Vordergrund, aber ich will diese Vokabeln nicht lernen.

Draußen ein graues, trübes Januar-Wetter, dass man keine Lust verspürt, vor die Tür zu gehen. Oder doch, aber nur, um zum Blumenladen um die Ecke zu gehen und sich einen Hauch von Frühling in die Wohnung zu holen, mit dem man herrlich spielen kann.

Der Anblick dieser zarten Blüten ist eine Wohltat für meine Augen und meine Seele. Aber besonders schön finde ich das Zusammenspiel mit der weißen Kunst. Marion, eine befreundete Künstlerin in München, hat mir dieses Holzstückchen in ein Kunstobjekt mit einer wunderbar vielfältigen Struktur verwandelt.

Da es nicht an der Wand hängen muss, vergnügt es sich an verschiedenen Stellen in unserer Wohnung und geht immer gerne neue Beziehungen ein. Es hat inzwischen einen etwas morbiden Charme, den ich besonders reizvoll finde. Ein winziges Detail, ein kleines Wort, das ich jetzt erst entdeckt habe, gibt mir Hoffnung, dass unsere derzeit kleine Welt bald wieder gewohnte Weiten annehmen wird.

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