Die kurische Nehrung

Die kurische Nehrung war ein Sehnsuchtsziel von Sabine. Da ist es natürlich klar das ich zumindest kurz vorbeischaue. Von Süden kann man sie aktuell ja nicht bereisen, da sie zu einem Drittel zu Russland gehört. Nachdem ich mit Kaunas schon die Schleife um Kaliningrad gedreht habe, kann ich von Klaipeda aus von Norden die Nehrung runterfahren.

Die Fährfahrt ist sehr kurz und man ist gleich in einer anderen Welt. Nach dem Industriehafen von Klaipeda fängt auf der Nehrung direkt das Naturschutzgebiet an. Viel Schilf am Haff und schöner Sand an der Ostseeseite. Das durchfahren des Naturschutzgebietes kostet auch gleich 30€, damit ist meine Idee, mir einen Tag Klaipeda anzuschauen und wieder zurückzufahren, zu teuer. Am Hotel rät man mir das doch evtl. mit dem Bus zu machen, mal schaun ob man das Fahrrad mitnehmen kann.

Aber jetzt erst mal den ersten, echten Urlaubstag geniessen, bin ja bisher immer nur in Städten rumgelaufen. Hier ist es richtig ruhig. Im Naturschutzgebiet ist eine Kormoran Brutkolonie ausgeschildert, ich habe keine Ahnung wie Kormorane brüten und halte mal an. Interessanterweise haben sie grosse Nester in den Baumwipfeln, das hätte ich mir wirklich nicht vorstellen können, toll.

Nach dem einchecken setz ich mich erstmal aufs Fahrrad und fahre zum Strand. Sind immerhin 2 km über 2 wirklich steile Dünen, dann aber richtiger schöner Sandstrand, etwas windig und 5 Grad zu kalt, aber das wird schon. Ins Wasser geh ich nicht, hab zum Glück gar nix dabei. Ein bisschen Sonne tut sehr gut.

Am südlichen Ende von Nida befindet sich ein große Düne, ich muss unten mein Fahrrad stehen lassen und zu Fuss rauf, ist wirklich hoch aber man hat einen schönen Blick auf Haff und Ostsee. Russland ist nur ein paar Meter weg. Halbinsel links ist schon Feindesland.

Abends dann noch ein bisschen Fisch, Zander mit Steinpilzsauce und Erbsen, sieht gut aus und schmeckt auch gut.

Zurück im Hotel muss ich erstmal 20 Mücken killen, ich bin gespannt wie dir Nacht wird.

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