Leider ist das Wetter heute regnerisch und ich starte den Tag erstmal mit einem Museum. Das Kunsthaus ist ein organisch geformter Neubau. Die Ausstellungsräume haben keine Wände um flache Kunst auszustellen. Daher ist die Installation The Wall von Sol LeWitt sehr passend und raumfüllend.

Man hat mir ein Ticket für alle Museen der Stadt verkauft. Fluch oder Segen? Die Neue Galerie Graz zeigt die Highlights ihrer Sammlung, eher zum durchspazieren.
Das Bruseum, dem Aktionskünstler Günter Brus gewidmet, zeigt, wie mein Freund Stefan sagen würde, Pimmelkunst. In der Masse etwas eintönig.
Zurück im Regen steige ich dann doch zur Burg hoch und geniesse den Rundblick über Graz. Die Architektur ist südlich, man merkt schon das man auf der anderen Seite der Alpen ist. Glockenturm, Uhrenturm und Kasematten sind übriggeblieben. Die Wehrmacht hat den ganzen Felsen ausgehöhlt und für 40.000 Menschen Bunkertunnel gegraben. Manches kann man besichtigen oder es finden Veranstaltungen darin statt.

Im ganzen gefällt mir die Stadt sehr gut. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es Einkaufs- und Restaurantstraßen. Auf meiner Seite, ist es etwas alternativer als auf der Burg Seite. Dort eher schick und touristisch. Bin etwas zu viele durch die Stadt gelaufen und jetzt wirklich durch. Gehe noch ein oststeirisches Kotelett essen, dazu Gösser naturtrübes Helles, lecker, süffig.