Heute morgen hatte ich das Gefühl, ich muss nicht unbedingt etwas in Montenegro anschauen. Nach der Beschreibung der Straße hat man eh eine schöne Naturerfahrung. So ist es dann auch, die Straße schlängelt sich an der Küste entlang und nimmt einen größeren Fjord komplett mit. Die Bucht von Kotor zieht sich ziemlich. Die Berge ringsherum sind zu hoch zum drüberfahren und fallen sehr steil ins Wasser, sodass wenig Platz für Straße und Dörfer bleibt. Es ist so viel Verkehr das ich auch keine Lust habe anzuhalten. Im Ort Kotor liegt dann auch ein Kreuzfahrer im Hafen, da bleibt das Chaos nicht aus. Da hätte ich normalerweise angehalten, da sich an der Felswand eine Wehranlage entlangzieht. Sie ist auch recht weit oben, allerdings sind so viele Menschen unterwegs das alleine die Parkplatzsuche gedauert hätte. Also fahre ich weiter, an die Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h habe ich mich inzwischen gewöhnt. Es gibt im ganzen Land 45 km Autobahn, leider nicht auf meinem Weg. Mit den Wartezeiten an den Grenzübergängen habe ich für 210 km ca. 6 Stunden gebraucht. Die Berge werden seit Kroatien höher und wilder, das Land macht seinem Namen alle Ehre. Genau an der Grenze zu Albanien hören sie allerdings abrupt auf und ich fahre in einem weiten Tal in Richtung Meer. Hier gibt es den ersten Sandstrand. Albanien baut in der großen Bucht die italienische Adria nach. Sonnenschirme, Hotelbauten, Promenade mit Kinderattraktionen, Restaurantmeile, alles da, nur die Spielhallen fehlen mir. Wir haben allerdings noch Vorvorsaison, die meisten Anwesenden sind Arbeiter die alles auf Vordermann bringen. Es ist sehr wenig los.

Da ich von der Fahrt erledigt bin, buche ich zwei Nächte, morgen mal ein Strandtag, ich bin gespannt wie das Wetter wird. Während ich das schreibe, gönne ich mir ein Heineken im Hotel, einzige Wahl.