Mostar

Montag Morgen, Hausarbeit! Ich steh schon um 7:30 auf, da die Wäscherei um 8:00 aufmacht. Kaum zu glauben das schon heute schon Tag 14 ist. Der Service war zu verlockend, waschen, trocknen und falten als Full Service. Damit habe ich jetzt bis 12:00 Zeit um mir Mostar bei Sonnenschein anzuschauen. Es scheint sie nämlich wieder, die Sonne, kaum zu glauben nach gestern. Ich werde aber doch zur Küste fahren, Berge gibt es dort ja auch.

In Mostar hab ich aber alles drei mal gesehen und hole meine Wäsche ab. Der Brückenspringer des Tages hat zwei Stunden oben rumgestanden um dann, wahrscheinlich weil er mit dem Trinkgeld nicht einverstanden war, doch nicht zu springen. Ich bin zwischendurch zu dem Kirchenneubau hochgestiegen, fand aber die kleine Steinkirche nebenan viel schöner. Leider wird es zum Stadtrand hin immer ungepflegter, der verwilderte Friedhof kann noch nicht mal mehr als romantisch durchgehen.

Auf dem Weg nach Dubrovnik, kurz vor der Grenze zu Kroatien gibt es, am Talausgang des Flusses in den man in Mostar springt, eine Burganlage mit Dorf und Moschee in einem engen, steilen Seitental. Das sieht mir interessant aus und ich halte mal an. Im ganzen Dorf muss man ziemlich steile Wege rauf, alles nur zu fuß zu machen. Den alten Wehrturm kann man innen erkunden, alles ist offen, aber auch gänzlich ungesichert. Die steinerne Wendeltreppe ist steil und hat sehr unterschiedlich hohe Stufen. Die Aussicht durch die Fensteröffnungen ist aber toll. Ich steige weiter im Dorf auf und merke bald dass der Turm nicht der höchste Punkt und das ganz oben der Parkplatz des Dorfes ist. Na egal, man muss sich nette Orte ja erarbeiten. Alle Häuser sind mit Steinplatten gedeckt und ihre tollen Fensterfronten sieht man nur von unten.

Der Grenzübertritt in die EU ist, im direkten Vergleich zu Rumänien, ein Witz. Ein kurzer Blick und ich darf wieder rein. Dubrovnik ist mir zu touristisch, voll und teuer. Ich versuche in dem Chaos anzuhalten und mir auf dem Handy ein Hotel zu suchen, alles schwierig, also entscheide ich nach Cavtat weiterzufahren. Nette kleine Privatunterkunft in der Einflugschneise des Flughafens. Wenn da genau so wenig los ist wie auf der Autobahn, dann wirds gehen.

Endlich springe ich in die Adria, super angenehm in der Abendsonne. Kurze Radtour um die zwei Halbinseln, die eine sehr felsig und bewaldet, die andere mit Promenade. Der kleine Ort zieht sich innerhalb der Promenade auf den Felsen hoch. Meine Wirtin hat mir ein Restaurant empfohlen, etwas teuer, ich habe aber gestern mit Ingo aus München telefoniert und er saß im Burgund bei gutem Wein und französischem Essen. Mache ich dann heute auch mal auch so.

Bier des Tages ist damit auch ein Glas Dubrovačka Malvasija Tezoro aus Crvik, Konavle.

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