Gestern habe ich noch eine Webseite gefunden, die die Ausflüge von Shkodër nach Theth beschreibt. Dort war der lokale Veranstalter „The Wanderers Travel“ erwähnt. Also bin ich heute morgen mal da vorbeigefahren und ich kann bei ihnen Transport und lokale Übernachtung buchen. Das Wetter soll zwar etwas wechselhaft sein, aber da mach ich mir heute noch keine Sorgen. Ich suche mir, nach sehr kurzer Fahrt ein Hotel direkt im Zentrum von Shkodër und schaue mir diesen Ort im Norden von Albanien mal genauer an.

Der Ort ist gar nicht so klein und sehr quirlig. Um eins scheinen die Schulen aus zu haben und die Strassen werden mit Schülern geflutet. Viele kleine Shops verkaufen direkt auf der Strasse. Um mein Hotel gibt es viele Straßencafés, allerdings schlängeln sich auch noch Autos und Radfahrer durch.

Ich gehe für 2 € in das Nationalmuseum, es gibt ein paar ausgegrabene Sachen, Sowohl die Griechen als auch die Italiener habe hier Spuren hinterlassen. Die Trachten werden nach katholisch und muslimisch unterschieden. Das dritte und letzte Zimmer zeigt ein paar ältere Fotos von lokalen Personen, meistens Männer mit Waffen, so wie man sich den Orient vorstellt.

Ich packe dann doch mein Fahrrad aus um auf die Burg zu fahren. Sie thront zwischen Stadt und dem Fluss Kir auf einem der Hügel. Natürlich wieder während der Mittagshitze, diesmal gibt es oben aber ein Café und ich esse Eis am Stil. Der Blick geht in weit alle Richtungen, ich sehe fast bis zu meinem Strand von letzter Nacht, den Kir hinauf bis in die Berge und über den ganzen Skutarisee.

Auf dem Rückweg fahre ich eine kleine Nebenstrasse die mir schon für den Hinweg vorgeschlagen wurde. Da es aber auf der Hauptstraße einen breiten Radweg gab, bin ich dem gefolgt. Ich weiß auch nicht ob ich den anderen Weg wirklich gefahren wäre. Er zieht sich, noch geteert den Nachbarhügel hoch. Auf einmal läuft mir eine kleine Schildkröte vor den Reifen, ich trage sie über die Strasse und frage einen Jungen am nächsten Haus ob er seine Schildkröte vermisst. Er konnte etwas Englisch und war aber an einer Schildkröte nicht interessiert. Etwas weiter wird die Strasse zum Schotterweg durch den der Felsen immer wieder durchkamen. Mit dem Auto schon schwierig. Dann treffe ich einen kleinen, dunklen Jungen der eine Herde Schafe hütet, genau an einer Weggabelung. Ich bin eigentlich sicher das ich nach rechts muss, der Weg ist dort aber nur ein lehmiger Pfad. Meine Diskussion mit dem Jungen, schätze mal 5 oder 6, bringt mir nix außer das er mich nur rechts fahren lässt. Nach ein paar hundert Metern Pfad, wird er wieder zum Schotterweg und zur Strasse. Alles richtig gemacht.

Der Rezeptionist im Hotel empfiehlt mir ein Restaurant mit traditionellen Speisen, sehr gut, ist zwar auch touristisch aber trotzdem gut. Um mich herum ist auch nur Deutsch zu hören. Bier dazu: Birra Peja Pilsener, Lars.