Autofahren in Albanien

Die Rückfahrt entwickelt sich zu einer unschönen Angelegenheit, meine Schuhe sind noch feucht, nach 10 Minuten kriegt der Fahrer einen Anruf, wir warten auf den letzten Passagier. Das albanische Mädel erscheint nach 30 Minuten, raucht erstmal eine im Bus, weil war ja alles aufregend für sie. Leider kann sie auch noch ohne Punkt und Komma reden und das ziemlich Laut. Der Pass ist in der dicken Wolke, der Regen hat aufgehört. Diesmal eine Sau mit ihren Ferkeln auf der Straße. Der Verkehr hat auch drastisch zugenommen, man sollte die Strecke eher früh morgens fahren. Unterm Strich war es eine gute Entscheidung nicht selber zu fahren. Ich habe gestern Abend noch mit einer bunten Truppe am Tisch gesessen, mit Australiern, Amerikanern, einer Kanadierin und einem Engländer. Die hatten sich alle schon im letzten Hostel getroffen und alle Trinkspiele drauf. Der Australier ist für den Spaß zuständig, den Vorschlag des Wirtes den Schluck Bier in einen Rakia zu verwandeln finde nur ich lustig. Die Beifahrerin quatscht jetzt schon seit 15 Minuten den Fahrer voll, der Rest des Busses hat aufgehört dagegen anzureden. Gruppenreise ist doch nix für mich.

Mein Auto ist noch da und ich fahre Richtung Tirana. Ich weiß gar nicht wie ich hier her gekommen bin, jetzt drängeln alle rechts und links an mir vorbei, im Kreisverkehr wird auf alles erstmal draufgehalten. Man darf nicht allzu nah auf den Vordermann auffahren, nicht wegen bremsen, sondern sonst sieht man die Schlaglöcher nicht rechtzeitig, die sind nämlich manchmal sehr tief. Ich finds auf jeden Fall stressig. In Tirana dann auch sehr dichter Verkehr, nicht umsonst hatte das Navi 60 Minuten für die letzten 30 Kilometer veranschlagt. In Tirana selber sind die Straßen sehr eng und zugeparkt, beim Abbiegen zurücksetzen hatte ich auch lange nicht. Mal eben den Bordstein mitnehmen geht auch nicht, der ist meistens 20 cm hoch. Im Hotel bekomme ich einen Tiefgaragenplatz zugewiesen, auch wieder Millimeterarbeit. Aber, gut angekommen, Hauptsache.

Was mach ich? Champions League Finale Kneipe suchen oder nett Essen gehen?

Lustige Geschichte noch, auf dem Nachbargrundstück haben 2 Pärchen übernachtet, einmal Zelt, einmal Auto. Als das Zelt abgebaut wurde, ging unsere Kuh Sara mal schauen was es so gab, Äpfel, lecker. Die Hiker mit dem Zelt hatten aber echt Schiss vor der Kuh, sodas dieses schön Bild entstand. Die Wirtin stand neben mir und rief nur ‚Bravo Sara, nice apple‘. Der Bauer musste rübergehen und sie nach hause holen, Landleben.

1 Kommentar zu „Autofahren in Albanien“

  1. apropos bordsteinkante: ich habe gestern erstmal 1a den beuen wagen hinten rechts an einen pfeiler gewickelt 🙄

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