Jan schlägt vor, ich könnte etwas über George Washington schreiben, er würde sich ja schon um die gleichnamige Stadt kümmern.
Es ist nicht so einfach, sich diesem großen Staatsmann mal eben zu nähern. Ich habe weder von Politik noch von amerikanischer Geschichte Ahnung. Er verfolgt oder begleitet mich nur hier auf Schritt und Tritt.
Er stammte aus wohlhabendem Hause, hat strategisch geheiratet und seine Ländereien beständig vermehrt, so dass er schließlich zu den wohlhabendsten Männern in Virginia zählte. Er lebte auf Mount Vernon, ganz in der Nähe von Alexandria, wo er sich, genau wie sein Vater mit landwirtschaftlichen Themen beschäftigte. Seine Geschäfte und Politik betrieb er offensichtlich in Alexandria, wo er zum Beispiel in Gadsby’s Tavern u.a. mit Thomas Jefferson die Idee von der amerikanischen Unabhängigkeit vorantrieb.

Wenn es abends zu spät geworden war, übernachtete er in diesem kleinen Stadthaus.


Die nach ihm benannte Stadt Washington entstand erst nach der Erklärung der Unabhängigkeit in den 80- und 90-er Jahren des 18. Jahrhunderts. Den Einzug des Parlaments ins Kapitol im Jahre 1800 hat Washington selbst nicht mehr erlebt, er starb bereits 1799 im Alter von 67 Jahren, kurz nach seiner 8-jährigen Amtszeit als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Mit dem George Washington Masonic National Memorial in Alexandria haben ihm die Freimaurer ein weithin sichtbares Denkmal geschaffen. Ich bin erstaunt darüber, dass man den Begriff Freimaurer (Masonic) so offen verwendet. In Deutschland wirken die Mitglieder dieser Vereinigung eher im Verborgenen, Öffentlichkeitswirksamkeit liegt ihnen fern.

Jan meint, dass das allsehende Auge in der Pyramide auf der Rückseite des 1-Dollar-Scheines (auf der Vorderseite selbstverständlich G. Washington) auch ein deutliches Zeichen sei.


Nun aber genug der schweren Themen. Wir verzichten auf die Besichtigung des National Memorials und genießen einfach nur die Sonne.
