Heute morgen haben wir uns erstmal den Farmer’s Market angeschaut, lokale Produkte von lokalen Produzenten direkt verkauft. Sehr leckeres Baguette und Käse gekauft und gleich als zweites Frühstück vertilgt.

Der Plan für heute, Weißes Haus und Indianermuseum. Als wir am L’Enfant Plaza aus der Metro steigen, sind wir direkt am National Air and Space Museum. Selbst Sabine möchte etwas Mondlandung sehen. Im Eingang wird man gleich an das Deutsche Museum in München erinnert, Flugzeuge hängen von der Decke, eine V2 steht rum. Aber lustigerweise auch eine NCC-1701, soll man da Modell sagen?

Aber zurück zur Mondlandung, wichtig ist es natürlich, den Mond anzufassen, kann man auch nur hier, oder?

Das Apollo 17 Landemodul ist erstaunlich groß, wenn man so daneben steht und sich die Dellen anschaut. Sieht schon ein bisschen nach Rettungsdecken-Bastelei aus.

Noch schnell ein bisschen klassische Fliegerei anschauen, Boing, Airbus, große und kleine Cockpits. Sehr gross ist das Hubble Teleskop und eine Skylab Einheit. Auch die Russen kommen nicht zu kurz und wir sehen die USA-CCCP Kupplung von zwei Raumobjekten, Kugel vs. Zylinder.


Aus der Moderne zu den Ureinwohnern Amerikas, Indianerstämme von Alaska bis Südamerika werden in einem eigenen Museum vorgestellt.

Eine schöne Multimediapräsentation stimmt uns auf das Museum ein. Die Religionen oder Lebensanschauungen von 15 Stämmen zeigen die Erdverbundenheit, oder die Verbundenheit zu Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Farben und Tieren, jeweils abhängig von den Lebensumständen bzw. der Entwicklungsstufe.

Wir sind jetzt wieder recht nah am Kapitol und laufen über die National Mall bis zum Obelisken, bevor wir zum Weißen Haus abbiegen. Eine Demo gegen Rassismus mit eigener Bühne und Rockmusik, eine andere Bühne mit Livemusik scheint Kooperationen zu bewerben, ich sehe von Banken bis Fruchtproduzenten sehr viele Stände, auf der Mall ist immer was los. Ist ja auch groß genug.

Vom Weißen Haus sieht man erstmal nur die Absperrungen. Wir wähnen uns schon auf dem falschen Weg, da man von der Mall her gar nicht rankommt. Zum Glück sehen wir ein schönes Hotel mit einer Bar auf dem Dach, genau in der Parallelstraße und beschließen, erstmal einen Kaffee zu trinken. Vom Dach haben wir dann auch endlich den ersten Blick (s.o.) und auch einen schönen Blick zurück zur National Mall.


Kaffee haben wir keinen bekommen und nen High Ball um drei fand ich auch etwas anstrengend. Also weiter. Von Norden kam man dann doch recht nah ans Weiße Haus. Ich kam mir fast wie auf dem Marienplatz zur Glockenspielzeit vor, Selfiealarm.

So klein ist das Weiße Haus gar nicht. Kann ich mir als Arbeitsplatz schon recht gut vorstellen.

Vielleicht lag’s doch an dem fehlenden Cocktail, aber Sabine hatte damit ihr Soll erfüllt und wir sind wieder zurück nach Alexandria gefahren.