Die letzten Surfer haben wir auf dem Atlantik in Virginia Beach vor beinahe zwei Wochen gesehen. Außerdem hatte ich mit dem Uber-Fahrer, der uns zum Bahnhof nach Newport News gebracht hat, einige Gespräche über surfen weltweit. Immerhin sah er nach einem echtem Surfer-Boy aus und war wohl viel auf Hawaii. Er lobte unter anderem den Surf-Spot Lima und wollte selber mal hin.
Ein paar Surfer hatten wir schon gestern von oben beobachtet, aber durch die hohe Klippe halt nur aus der Ferne. Heute also erstmal zum Pazifik runter und schauen, ob der Humboldt-Strom so kalt wie beschrieben ist (Jau).

Die Surfszene sammelt sich um einige Boardverleiher. Ich werde auch gleich angesprochen, ob ich denn mal surfen wolle. Neoprenanzüge und Bretter liegen in allen Formen und Größen bereit, ich bin mir nicht sicher, ob er meine Größe vorrätig gehabt hätte, aber ich hab auch so mal besser abgelehnt. Andreas hat mir dann noch erzählt dass die gesamten Abwässer der Stadt vor der Küste verklappt werden, also doch eher was für Hartgesottene.

Käfer und Bullis gehören hier zum Surferbild, ich hatte dies schon mal in San Diego, Kalifornien erlebt. Ältere Herren mit Longboards auf altem Bulli beim vor der Arbeit-Surfen. Hier sind die Herren nicht so alt, die Autos rostiger und auch recht viele Mädels unterwegs. Der T1 scheint mir aber aus der Brasilienproduktion, die vor einem Jahr eingestellt wurde, zu stammen, sieht man an den Flügeltüren. Dudu war auch da, sogar mit Originalfelgen.

Der Surfkurs beginnt mit Trockenübungen auf einer Steinbank. Schnelles Kraulen auf dem Bauch, dann explosionsartiges Aufspringen und fix in die richtige Position stellen. Alles auf dem Land sehr häufig üben. Uns fällt ein kleines Mädel auf, super geschminkt, Neoprenanzug an, macht ein Selfie mit einem Board. Später sehen wir sie die Anfängerübungen machen und sind uns beide nicht sicher, ob sie es heute noch ins Wasser schaffen wird.
Ein wenig Fischerei gibt es auch, waren aber nur 3 kleine Boote und ein Netzhaufen. Leider haben wir keine Fischer fischen sehen.

Der Steg, den wir schon von oben gesehen haben, beheimatet ein schickes Restaurant und eine Bar. Alles schön aus Holz, sehr gepflegt, mit den hier obligatorischen Kunsthandwerk-Geschäftchen gesäumt, um den Weg zum Restaurant kurzweiliger zu gestalten.

Genug Sport angeschaut für einen Tag, ist ja auch anstrengend und wir müssen den Berg wieder hoch.

Unser erstes Bier in Peru schmeckt uns dann auch sehr gut.

Cool, einheimisches Bier ist immer super! Hier in München ist nochmals sehr schönes Herbstwetter! Gruß, Petra