Bislang hab ich mein Dschungel wow noch gar nicht richtig erklärt. Die Flora ist es nicht alleine, sondern die Tiere, die man nur aus dem Zoo hinter Gittern kennt, in freier Wildbahn beobachten zu dürfen, gehört auch dazu.
Morgens nach dem Frühstück schau ich kurz von der Veranda runter und wunder mich über etwas Schwarzes im Gestrüpp, eine Rat Snake, wie Ronaldo später mitteilt, 2 Meter, mostly harmless. Ich bin auch noch etwas langsam mit der Kamera, ist halt morgens.

Ich werde schon komisch angeguckt, außer uns hat keiner bisher ein Tier an seinem Bungalow gesehen.
Letzte Nacht, beim Rundgang mit Taschenlampe, haben wir einiges an Tieren gesehen. Leider hatte ich dazu meine Kamera nicht dabei. Ich dachte, es macht keinen Sinn. Jetzt ärgere ich mich. Riesen Grashüpfer, 10 cm lang, recht plump sitzen auf diversen Blättern. Ronaldo hat wirklich ein Auge dafür. Kleinere Frösche und Kröten lassen sich so auch finden. Die Walking Stick Insekten sehe ich kaum auf den Ästen, alles grün in grün, es gibt aber ne Menge davon. An einem Erdloch halten wir an und fischen mit einem Stock eine riesige Spinne raus, eine Tarantel. Ronaldo weiß, tödlich für acht monatigen Säugling, unangenehm für uns. Eine andere Spinne füttern wir mit einer Motte. Sehr flott mit dem Einspinnen, 30 Sekunden später ist sie schon für den nächsten Fang bereit. Ganz schön voll der Wald.
Am nächsten morgen dann, ein ähnliches Erdloch…
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=prk5rqk7zXU]
Doch noch erwischt, bin zufrieden. Am nächsten Baum klebt etwas großes, schwammartiges Schwarzes. Hatten wir schon in kleiner gesehen, diesmal sehen wir es uns genauer an, Termiten. Im Regenwald kann der Boden schon mal schnell überflutet sein, keine gute Idee, hier einen Termitenhügel zu bauen, also besser am Baum leben, ist trockener.

Am Baum hoch zieht sich die Ameisenstraße. Damit diese aber geschützt ist und der Ameisenbär mehr Arbeit hat, ist sie unter einer klebrigen Schicht versteckt. Ronaldo kratzt etwas weg und man sieht den endlosen Ameisenstrom. Er hält den Finger rein, isst ein paar und sagt, lecker minzig. Oskar aus Dänemark langt natürlich auch gleich zu.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=8V-kalytAfk]
Nach dem Mittagessen, zurück in unserem Bungalow, dann die nächste Begegnung, ruckelig bewegen sich die Blätter, wir sehen Affen, sehr schemenhaft durchs Dickicht. Endlich zeigt sich einer.

Es ist recht einfach, die anderen Camp Bewohner neidisch zu machen. Am Nachmittag mache ich dann eine Schlauchbootfahrt auf dem Fluss und Sabine bleibt im Bungalow. Natürlich berichtet sie später von den weiteren Affen, die sie besucht haben. Sie hat diese durch das Fliegengitter gefilmt. Nicht, dass sie noch abhauen. Aber besser geht es doch nicht, oder?
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=rH0CX90l5Us]
Zum Abschluss unseres Dschungeltages geht es abends noch mit dem Boot auf Kaiman Jagd. Es ist etwas Hochwasser und die Sandbänke alle unter Wasser. Sehr schwierig, die Kaimane zu finden und noch schwieriger zu fotografieren. Ich bekomme dieses Video hin, ich weiss, nicht so dolle. Der Kopf ist ein Siebtel des Körpers, dieser hier scheint so 15 – 20 cm gross zu sein, also 1 – 1,40 Meter Körpergröße und wir sind recht nah dran.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=0Bzzj84vPF0]
Alles sehr wow.