Mendoza liegt in einer trockenen Steppe. Regen gibt es kaum. Wikipedia bezeichnet die Stadt als „urbanisierte Oasenmetropole“. Das klingt für mich sehr nach Wüste. Trotzdem gibt es viele grüne Plätze in der Stadt.

Alles Grüne wächst durch künstliche Bewässerung, die bereits die Inkas hier angelegt haben.

Als die Europäer das Land eroberten, bauten sie Kirchen, für die sie u.a. Messwein benötigten. Deshalb begann man hier mit dem Weinanbau. Siedler brachten die Malbec-Traube aus Südfrankreich mit. Dort konnte sie kaum gedeihen, aber hier in dem trockenen Andenklima brachte sie guten Wein hervor. Im 20. Jahrhundert war die Weinproduktion sehr auf Quantität ausgerichtet. Das änderte sich in 1980-er Jahren, als man mehr Wert auf gute Qualität legte. Im Moment klagen die Weinbauern über rückläufigen Weinkonsum in Argentinien, zusätzlich werde der Markt von preiswertem chilenischen Wein überflutet. Beim Abendessen gestern konnte ich wirklich an vielen Tischen auch große Bierflaschen (1 Liter) sehen, Wein wurde deutlich weniger getrunken.
In Mendoza fehlt die koloniale Architektur, weil die ganze Stadt bei einem Erdbeben 1861 zerstört wurde, nur die Ruinen einer Kirche sind übrig geblieben.
Dafür gibt es Süßigkeitenbüdchen aus der Zeit um 1900, würde ich schätzen, die sehr liebevoll erhalten sind, viel schöner als in anderen Städten Südamerikas.

Hier gibt es neben „Kuba-Autos“ auch viele, die ich in Deutschland in den 80-ern zuletzt gesehen habe.


Peugeots 504 gibt es hier wirklich jede Menge und Jans alten Renault auch.
