Von Valparaiso nach Isla Negra

Unglaublich, dieses Land. Am Morgen verlassen wir das Yellow House am steilen Hang in Valparaiso und fahren zum Meer. In einer kleinen Bucht testen meine Füße das Wasser des Pazifik, es ist wirklich sehr kalt.

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Wir fahren an der Küste entlang durch beliebte Badeorte der Hauptstädter wie Concon und Vina del mar. Diese Orte sind am Sonntag, besonders wegen des langen Wochenendes, am Freitag war Mariä Empfängnis, sehr gut besucht. Dann biegen wir ab und schon wird es hügelig. Wir kommen vorbei an kleinen, völlig armen Wellblechsiedlungen, 500 m weiter auf der anderen Straßenseite befinden sich modernste Architektur und ebensolche Einkaufsmöglichkeiten. Für mich ist es sehr schwer, diese Kontraste einzuschätzen. Wie arm oder wie reich geht es hier wirklich zu? Der Supermarkt, in dem wir zwischendurch kleine Vorräte einkaufen, könnte auch in Deutschland sein. Weihnachtsstollen aus Soest, Dominosteine, Lebkuchenherzen, die wir am zweiten Advent auch tatsächlich kaufen. Jan und Rolf wählen sehr sorgfältig, d.h. mit einigem Zeitaufwand, chilenische Biersorten aus. Mein Blick überfliegt das Bierregal nur kurz, Paderborner, Dithmarscher, Flensburger u.ä.

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Ich frage mich, ob die Menschen aus den Wellblechhütten hier einkaufen gehen.

Nach dem kurzen Kulturschock fahren wir weiter und kommen ins Sauerland, Kühe auf der Wiese, Forstwirtschaft, Nadelbäume, nur der trockene steppenartige Boden verrät, dass es sich wohl um eine Täuschung handeln muss. Nach der nächsten Kurve tut sich dann auch schon der weite Blick über einen riesigen Sandstrand auf, herrlich, diese Weite und die tosenden Wellen. Bei 7000 km Küstenlänge dürfen die einzelnen Buchten auch schon mal etwas großzügiger ausfallen.

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Dann muss unser rotes Auto nochmal steil hinauf auf eine Hochebene klettern, hier fallen mir u.a. die Eukalyptusbäume auf, die nun einen eher mediterranen Eindruck vermitteln. Verstreut in der Landschaft finden sich sehr schöne Ferienvillen, deren Baustil sich der Umgebung anschmiegt. Aus technischen Gründen (hihi) finden sich meine Fotos leider nicht mehr.

Wir sind insgesamt ca. 120 km gefahren und haben bereits eine solche landschaftliche Abwechslung erlebt. Mal schauen, wie es weitergeht.

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