Küste und Fischerei

Von Valdivia aus wollen wir zum Naturschutzgebiet Curiñanco fahren. Schauen uns aber erstmal den Fischmarkt von Valdivia an. Fischhändler unter offenem Dach bieten gerade erst gefangenen Fisch an. Die Fischabfälle fliegen nach hinten und werden von unzähligen Möven, Yecos und einem Pelikan schon erwartet.

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Das wirklich Überraschende ist aber ein Seelöwe, der sich schon an Land geschlichen hat, lauthals die Vögel vertreibt und die dicksten Brocken zugeworfen bekommt.

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Die Fisch- und Muschelauswahl ist riesig, hauptsächlich Lachs und Sierra, ein lokaler Fisch, sehr spitz und lang.

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Zum Mittagessen gibt es Pulmay, einen Fischereintopf aus verschiedenen Muschelsorten, einer Wurst, einem Hühnchenbollen und etwas geräuchertem Kotelett. Lecker, aber gewöhnungsbedürftig und viel zu viel.

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Jetzt fahren wir aber endlich zur Küste. Leider erreichen wir das Naturschutzgebiet nicht, da die Straße gerade erneuert wird und fast unbefahrbar ist. Stattdessen steuern wir den nächsten Hafen in Los Molinos an, eine romantische Bucht mit vielen bunten Fischerbooten und ebensolchen kleinen Häusern am Hang.

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Als wir auf den Hafenpier rausgehen, legen gerade 2 dieser Boote an und zeigen uns ihren Fang. Sierras und Lachse, die wir ja schon vom Markt kennen, werden ausgeladen und zum Teil sofort verkauft. Preise sind sehr niedrig, 2,5 € für solch einen mittelgroßen Sierra direkt vom Boot.

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Mich überrascht, welche Mengen an Fischen in den kleinen Holzbooten Platz finden. Alles wird in Handarbeit ausgeladen und direkt an den lokalen Fischhändler verkauft. Draußen warten schon ein paar Kühlwagen.

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Auf der Weiterfahrt halten wir noch einmal in Niebla, einer spanischen Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, stetig erweitert bis zur Unabhängigkeit Chiles 1821. Der Hafen von Valdivia war Zugang zu dem südchilenischen Markt und von Spaniern, Holländern, Engländern und Franzosen umkämpft.

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Die Spitze mit gutem Rundblick auf Fluss und See, war ein idealer Punkt, ergänzt durch ähnliche Anlagen auf der anderen Seite und einer Insel in der Mitte.

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Zurück in Valdivia ärgern wir uns nicht über den verpassten Besuch der chilenischen Nebelwälder.

 

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