Vier volle Tage waren wir in Auckland, Akklimatisierung hat ganz gut geklappt, Sabine ist ihre Triefnase fast losgeworden. Wir gucken aber immer noch erst in die falsche Richtung beim Straße überqueren. Ich bin ja schon sehr gespannt, wie das Autofahren so klappt. Letztes Mal, vor 15 Jahren in Kapstadt, ging’s. Dirk weigerte sich zu fahren, musste daher ein paar Mal auf die richtige Fahrbahn hinweisen.
Beim Auto abholen wurde ich gleich wieder umgeschickt, hatte meinen internationalen Führerschein im Hotel liegen gelassen, wollte ja bislang noch nie jemand sehen. Die Kiwis allerdings schon, geht hier wirklich sehr 100%–ig zu. Also noch mal zum Hotel zurückgelaufen und das Ding geholt. Der Deutsche hinter mir in der Schlange hatte einen abgelaufenen und musste 50 NZ$ für eine Übersetzung seines Führerscheins zahlen und eine Stunde darauf warten, bevor er sein Auto bekam.
Doch zurück zu Auckland. Wir sind ne Menge in der Stadt rumgelaufen, Universität, Albert Park, Kunstmuseum, Innenstadt, Hafen und zurück in’s Hotel. Selten bis noch nie solch eine saubere, gepflegte Stadt gesehen, selbst zwischen Hafen und Eisenbahn entlang gab es nichts zu meckern, wäre selbst im sauberen München ein Desaster.
Die Uni war leider komplett tot, den Semesterferien und Silvesternachwehen geschuldet. Die Stadt war auch an einem Sonntagnachmittag gut gefüllt und die meisten Geschäfte hatten geöffnet. Wie zu erwarten, waren der Hafen und die Einkaufsstraße die einzigen hektischen Ecken.

Im Hafen kann man sich auf einem der alten, einrumpfigen America’s Cup Booten zu einem 3 stündigen Racing Turn einmieten. Hätte ich gerne gemacht, war aber der falsche Tag. Als wir ankamen, wurde gerade abgetakelt. Die Größe und Windschnittigkeit macht aber beim puren Draufschauen schon Spaß.

Auf dem Weg zum Kunstmuseum kommen wir noch an der Tennisarena vorbei. Wenn wir nicht schon Melbourne gebucht gehabt hätten, wären wir bestimmt zu den New Zealand Open gegangen. An dem Tag hat Julia Goerges auch noch gewonnen. Doof.
Das Kunstmuseum besteht aus 3 ganz tollen Gebäuden, einem modernen und zwei historischen. Neben dem modernen Dach hat mir die alte, filigrane Bibliothek am besten gefallen. Zarte Kunst in einem zarten Raum.

Ich sitze gerade im Norden von Auckland auf einem Campingplatz ohne Internet. Zwar habe ich eine teuere Vodafone Sim gekauft, aber nur 1GB Daten bekommen, muss reichen. Mal schauen, wann ich dazu komme, die Bilder zu ergänzen.