Zufällig las ich im Reiseführer, dass sich Friedensreich Hundertwasser in Neuseeland – auf unserer Route – in den 70-ern ein riesiges Stück Land (ca. 370 Hektar) gekauft hat. Darauf hat er sein Bottlehouse gebaut, das man leider nicht besichtigen kann. Ich hatte davon noch nie etwas gehört. Als ich Marion, eine seiner Schülerinnen, danach frage, meint sie, selbstverständlich habe sie davon gewusst. Er habe, wenn er in Wien gewesen sei, immer seine selbst entworfene Neuseelandflagge aufgehängt.

Er hat sich in Kawakawa niedergelassen hat, weil er meinte, dass dieser Ort eine Seele habe. Uns kam diese kleine Stadt wie eine Westernstadt vor, kleine Geschäfte entlang der Hauptstraße mit parkenden Autos davor. Und mittendrin steht das letzte Bauwerk, das Hundertwasser gestaltet hat – ein Klohäuschen. Es ist in seinem typischen Stil errichtet, aber ein Klohäuschen ist ein Klohäuschen.

Auf der Rückseite steht der letzte Baum, den er gepflanzt haben soll. Und nach seinem Tod hat man auf dem Gelände dahinter einen schönen hügeligen kleinen Park mit netten Holzbänken angelegt.

Für ein Besucherzentrum gibt es einen Entwurf, aber wohl noch kein Geld.

Da Hundertwasser sich gut vermarkten lässt, sind auch einige weitere Häuser an der Straße ein wenig in seinem Stil gestaltet worden.

Die Strände in der Umgebung dieses Ortes haben traumhafte Wasserfarben.
