Autofahren auf der Südhalbkugel

Das Wasser im Badewannenabfluss dreht sich ja hier bekanntlich andersherum als auf der Nordhalbkugel. Ich wollte immer noch ein Video drehen, aber kann man natürlich auch einfach spiegeln. Heute haben wir aber nur Dusche, keine Wanne. Autofahren dagegen ist natürlich ebenfalls anders. In Chile anders holperig, in Neuseeland anders herum.

Rolfs Einführung in schnelles Fahren auf Schotter hat mich durch Chile begleitet, in Neuseeland hatten wir auch schon ein wenig davon. Die Geschwindigkeit immer über dem Eigenfrequenzrappeln des Fahrzeuges in Abhängigkeit der Bodenriffelung halten, trotzdem unter der Schreigrenze von Sabine, herausfordernd, klappt aber inzwischen leidlich.

Links abbiegen ist bei Linksverkehr ja ganz einfach, muss man nur kurz nach rechts schauen, klappt aber nicht, ich warte nach wie vor auf den nicht behindernden Verkehr von links. Beim Rechts abbiegen sollte man dann schon die richtige Spur finden und auch mal den Gegenverkehr durchlassen. Das ganze kombiniert mit dem Blinker rechts am Lenkrad klappt mehr oder weniger, unsere Frontscheibe ist recht sauber. Wenn ich dran denke, dass ich in Südafrika letztes Mal einen Schaltwagen hatte, noch eine Komplikation mehr, bin ich doch froh über den Automatik.

Die Strecke vom Norden Aucklands in die Vulkangegend war jetzt aber wirklich mal unspektakulär, plattes Land, mäßig bewohnt, schnellste Straße bisher. Als Linksfahrer muss man sich nur noch an die andere Straßenbelegung gewöhnen, schließlich ist das meiste des Autos links von dir. Locker aus dem Fenster schauen und dabei automatisch die Fahrbahn halten geht noch nicht so gut. Aber egal, wir sind da, ich kann anstatt über Erlebnisse übers Autofahren schreiben, alles gut.

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