Zwischen den vielen Naturhighlights mussten wir etwas Kultur einschieben, wobei dieses Stückchen Kultur auf ein Natureignis zurückzuführen ist. 1931 gab es in Napier ein schweres Erdbeben, das die ganze Stadt zerstört hat. Dem Lebensgefühl der Roaring Twenties noch nicht entrückt, beschlossen die Bürger, die Stadt sofort wieder aufzubauen. Dies geschah im Zeitraum von 2 Jahren und zwar architektonisch einheitlich im damals beliebten Art Deco Stil.

Eine solche Vielzahl an Häusern dieses Baustils soll es ansonsten nur in Miami geben. Es hat mir Spaß gemacht, durch die kleinen Straßen zu bummeln und die Häuser anzuschauen.

An manchen Stellen zeigt sich allerdings auch, dass es recht kostspielig zu sein scheint, diese Häuser in gutem Zustand zu erhalten. Deshalb veranstaltet die Art Deco Gesellschaft jedes Jahr ein gleichnamiges Festival und feiert das ausgelassene Lebensgefühl der Spätzwanziger mit Tanz und entsprechendem Dress Code. Für die Damen an der Info sind Charleston-Kleid und Hut offenbar Berufsbekleidung. Sah sehr beschwingt aus.

Einen Ausflug mit einem Oldtimer hätte man auch jetzt schon buchen können.

Die Stadt ist umgeben von Obst- und Weinanbau. Zahlreiche Kellereien laden zu Kostproben ein. Wir haben einige Weine aus dem Hause Mission Estate probiert. Dieses Weingut wurde von französischen Missionaren gegründet. Ich finde, dass man bei den meisten Weinen der neuen Welt schmeckt, dass die Trauben mehr Sonnenschein tanken durften als bei uns in Europa. Sie haben soviel Leichtigkeit.
Vorschau auf morgen: Ein Regenwald ist ein Regenwald, weil man auch bei Regen durchspazieren kann.
Sehr schön in Neuseeland. Und das Wetter ist auf den Bildern auch sehr schön.
Morgen ist übrigens der erste Literaturkreis ohne mich…
Und es schneit zwar in München, aber der Schnee taut ganz schnell wieder weg. Liebe Grüße, Petra
[…] schon ein bisschen an Napier in Neuseeland, auch wenn es hier verstreuter ist und wie die Bilder zeigen, war in Neuseeland auch besseres […]