The Ghan

Das fängt ja gut an. Früh haben wir uns in Littlehampton von dem netten alten Haus und Karen verabschiedet. Die Hühner sind noch im Stall und Dexter, der Kater, ist auch noch nicht unterwegs. Blitzschnell sind wir am Ghan-Bahnsteig in Adelaide und können die Koffer abgeben. Jan bringt das Auto zurück. Ich sitze in der Wartehalle bei Live-Musik. Die Sektkorken knallen. Ich könnte schon ein Glas Sekt zur Einstimmung trinken. Aber morgens um 10 geht das noch nicht. Allmählich füllt sich der Wartesaal. Wir senken das Durchschnittsalter. Ich lese nochmal den englischen Text, den ich oft mit meinen Schülern zur Prüfungsvorbereitung auf ihren Quali gelesen habe. Er ist der Anlass dafür, dass wir nun diese Bahnfahrt machen.

Zusammen trinken wir dann doch einen kleinen Sekt.

Kaum eingestiegen muss Jan erstmal die Ausstattung genauestens inspizieren. Zugfahren im Privatabteil mit eigenem Bad hatten wir schließlich noch nie. Auf engstem Raum ist alles gut eingerichtet.

Pünktlich um 12.15 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung. Leider ist der Himmel etwas grau, es regnet. In einer langgezogenen Kurve können wir das Ende des Zuges nicht sehen.

Nachdem wir das Industriegebiet von Adelaide hinter uns gelassen haben, zockeln wir ganz langsam, wie immer, an Schafen, Weinbergen und Obstplantagen vorbei. Ich bin gerade sehr happy, dass wir diese Zugfahrt machen. Hätte ich vor zwei, drei Jahren, als sich die Schüler durch dieses Thema gequält haben, nicht für möglich gehalten.

13.15 Uhr – Warten aufs Mittagessen

14.30 Uhr – Das war Dinner for one mit Mrs. Sophie, die ich kaum verstehen konnte und einem Herrn aus der Nähe von London, der seit 40 Jahren seinen Urlaub in Neuseeland verbringt und jetzt auf der Heimreise ist. Leider regnet es immer noch und der Himmel ist grau. Gelegentlich schauen wir auf leicht rosafarbene Salzseen.

Der Boden ist schon ziemlich rot.

Um 15.30 Uhr stehen wir einfach im Geplente. Ein paar Berge, Heidelandschaft.

Später nehmen wir einen Aperitif in der Bar und kommen mit Leuten aus London, Melbourne, Portland/Oregon und Brisbane ins Gespräch. Das Wetter wird etwas sonniger. Wir ziehen uns wieder zurück, weil wir die Landschaft genießen wollen. Hin und wieder hüpfen ein paar Känguruhs durch die Szenerie. Und nicht weit vom Zug halten sich auch einige Emus auf.

Während eines sehr leckeren Abendmenus geht die Sonne unter und es wird schnell dunkel. Als wir in unsere Kabine zurückkommen, sind die Betten schon vorbereitet. Manche Leute schlafen bei dem Ruckeln des Zuges einfach ein …

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1 Kommentar zu „The Ghan“

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