Mein dritter Besuch in Indien. Bei jeder Ankunft bin ich eigentlich sprachlos. Diesmal in Chennai bin ich eher überrascht über die wenigen Menschen rings um den Flughafen, das bin ich voller gewöhnt. Unser Fahrer holt uns mit einem netten „Jan und Sabine“ Schild ab. Selbst als er uns kurz alleine lässt, um das Auto zu holen, werden wir nur von 2 Personen auf eine Taxifahrt angesprochen. Typisch dann doch wieder die 4 Leute, die das Dach eines älteren SUV mit Kartons beladen. Übermannshoch werden diese aufgeschichtet und mit ein paar Stricken festgezurrt. Willkommen im Land der überladenen Fahrzeuge.

Auf dem Highway nach Pondicherry gilt das Recht des Größeren, auch beim Überholen mit Gegenverkehr. Unser Fahrer lässt auch nur Busse und größere PKW vorbei. Ausnahme sind die Tiere, nicht so sehr die Straßenhunde, sondern die Kühe und Ziegen. Wer schon mal eine Kuh mit einem kurzen Kick über die Mittelmauer der hier auch mal vierspurigen Straße hat springen sehen, OK die Mauer war so 70 cm hoch, weiß, worauf man besser achtet im Straßenverkehr. Natürlich geht das Ganze nicht ohne Hupen ab. Die Kühe stört es nicht, aber eine Horde Ziegen lässt sich dadurch schon mal an den Straßenrand drängen. Verständlich auch, dass wir für eine Strecke von 160 km ca. 3 Stunden benötigen.
Eine Beerdigungsprozession, die hier zur Verbrennung führt, haben wir unterwegs überholt. Der aufgebahrte Verstorbene wird hinter einer Prozession unter lautem Geböller zum Verbrennungsplatz begleitet. Mehr haben wir davon aber auch schon nicht mitbekommen.
Die Hindutempel sind mit glasierten Figuren dekoriert, insbesondere die Eingangsportale, wie wir es schon in Singapur gesehen haben. Das ist neu für mich, in Nordindien waren es eher Sandsteinfiguren, manchmal angemalt. Ich muss mal alte Bilder durchsehen. Das Ganze lässt sich auf jeden Fall schon mal spannend an. Mal abwarten, wie uns Pondicherry gefällt. Internet scheint auf jeden Fall schwierig zu sein. Fotos müssen wir evtl. nachliefern.