Mahabalipuram

Wir waren ja bislang kulturell noch nicht so viel unterwegs hier in Indien. Einfach mal faul sein, ist uns gar nicht so schwer gefallen. Ist auch bei 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit nachmittags das einzig Wahre. Sabine hat heute einen schwäbischen Rentner kennengelernt, der mit dem Motorrad im Dezember in Goa gestartet ist und bis März in Indien rumfährt. Hat uns sehr an Peter in Chile erinnert. Er sagte, er würde grundsätzlich hier von 10 bis 17 Uhr Siesta halten. So haben wir es eigentlich auch gemacht.

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Auf der Rückfahrt von Pondicherry nach Chennai haben wir in Mahabalipuram Pause gemacht und uns die lokalen Tempel angeschaut. Der zugehörige Ort hat uns gut gefallen, kleine Läden, saubere Straßen, allerdings etwas touristisch. Schöne, wie von Gletschern abgeschliffene Felsen bedecken eine größere Fläche und wurden großflächig bearbeitet. Auf einem großen Rücken wurde ein kleiner Tempel erbaut. Das Ensemble sieht wie ein Elefant mit aufgeschnallter Sänfte aus.

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In die Seite des Elefanten wurde dann ein kompletter Tempelraum gemeißelt.

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Von dem Leuchtturm, den ich mit Carlos besteige, sieht man die Anlage sehr schön. Der Ort und der Sea Shore Tempel sind auch zu sehen. Da die Sonne schon sehr brennt, setzen wir uns wieder ins Auto und fahren zum Tempel am Meer. Er wurde auf einem Plateau, das etwas ins Meer reicht, schön zwischen zwei Stränden errichtet. Auf der einen Seite finden die Fischer Platz für ihre Boot, auf der anderen werden Pferde vermietet. Der Sandsteintempel ist schon etwas abgewaschen, ist ja auch schließlich aus dem 8. Jahrhundert. Der Hauptraum im Innern wird gerade renoviert und wir können uns das große Elefantenrelief nicht anschauen. Trotzdem eine kleine, gut erhaltene Anlage.

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Nach dem Mittagessen sehen wir uns kurz den Strand an. Sabine möchte nicht mehr rumlaufen und setzt sich in ein Cafe. Ich laufe noch einmal zu der ersten Anlage, allerdings zum anderen Ende. Da sich der Eingang nahe des lokalen Busbahnhofs liegt, ist es voller Schulklassen und anderer Gruppen. Dazwischen suchen sich wilde Hunde, Affen und Ziegen ihren Weg. Noch mehr Höhlentempel warten auf Erkundung.

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Die Weiterfahrt nach Chennai führt uns durch heftigen Feierabendverkehr und wir haben schon Angst zu spät am Flughafen anzukommen. Allerdings hat unser Flieger schon eine Stunde Verspätung. Also kein Grund zur Hektik. Wir genehmigen uns noch ein Masala Dosa, kennen wir ja auch schon aus München, hier ist das große Reispapier allerdings mit lecker gewürztem Kartoffelpüree gefüllt.

 

1 Kommentar zu „Mahabalipuram“

  1. Ohhhh. Heute gibt´s erstmals Fotos, die ich auch gemacht habe 😊. Sehr schön! Vielleicht könnt ihr euch über die „Siestahitze“ freuen, wenn ihr hört, dass bei uns heute morgen wieder alles weiß ist!

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