Von dem supergepflegten, kleinen Flughafen in Siem Reap geht es in ca. 90 Minuten nach Hanoi. Auf dem Flug wird massenhaft kalte Luft in den Innenraum gepumpt, was zur Folge hat, dass zumindest alle europäischen Fluggäste mit Decken versorgt werden müssen. Es gibt auch etwas zu essen, damit hatten wir gar nicht gerechnet. Wir bekommen ein kleines Tablett mit etwas grünem Gemüse, 3 Stückchen Wurst?, einem Brötchen und einem Stück Kuchen. Zwei der Wurststücke erinnern mich an Leberkäse, weisen aber keinerlei Geschmack auf, auch das dritte Stück ist farblich und geschmacklich völlig neutral, ebenso wie das Kuchenstückchen. Ein Essen ohne jeglichen Geschmack hatten wir bislang in keinem Flieger. Der Flughafen in Hanoi ist auf Hochglanz poliert. Wir werden durch die dunkle Nacht zum Hotel gefahren. Es liegt mitten im wuseligen Zentrum mit den Bürgersteigen voller kleiner Stühle, auf denen Menschen zum abendlichen Drink zusammensitzen, Motorroller und Schuhauslagen, so dass kaum ein Durchkommen ist.

Außerdem fällt uns hier sofort wieder das Hupen aller Verkehrsteilnehmer auf. In Kambodscha fehlte diese Geräuschkulisse.
Wir checken ein. Das Hotel ist voller Marmor, Stuck und sonstiger opulenter Dekoration. Die nette Mitarbeiterin, nach der Geschichte des Hauses befragt, erzählt, dass die Ausstattung erst 8 Jahre alt ist. Interessant, dass man heutzutage eine solch historisierende Ausstattung wählt.

Unser Zimmer ist sehr schön eingerichtet, aber in Kindergröße. Wenn wir unsere beiden Koffer aufmachen, kommen wir nicht mehr aus der Tür. Außerdem gibt es nur ein winzig kleines Fenster zum Innenhof. Das ist überhaupt nichts für mich. Ich muss den Himmel sehen können, wenn ich aufwache.
Inzwischen haben wir ein Zimmer mit Fenster, Balkon und Blick zum See.

Mal schauen, was uns diese Stadt alles so bieten wird.
