Wir sitzen im Flieger und erleben gerade die Morgenröte über Polen. Komisches Gefühl, wieder europäischen Boden zu sehen, auch wenn es erstmal nur von oben ist. Bei 12 Stunden Flug ist mir der Gangplatz doch lieber und so sehen wir leider gar nichts von der Landschaft. Man erahnt nur hier und da etwas Wald und Felder. Es ist ja unten auch erst halb sechs.

Die Erde dreht sich unter uns durch und wir geben jetzt die sechs Stunden, die wir uns durch das Überfliegen der Datumsgrenze erschummelt haben, wieder zurück. Das Passagierflugzeug, das früher ankommt als es abfliegt, gibt es ja nicht mehr. Ich habe aber gerade gelesen, dass die NASA ein neues zusammen mit Boeing bauen möchte.
Der Flug fing sehr holprig an, da hat es perfekt gepasst, sich auf dem Bildschirm ein paar Weltraumkampfszenen in Die letzten Jedi anzuschauen und dabei kräftig durchgeschüttelt zu werden. Besser als jede Achterbahn oder zumindest scary–er. Ist aber alles gutgegangen, die Hoffnung auf neue Filme und neue Jedis stirbt ja bekanntlich nicht.

Ihr ahnt es schon, wir sind auf dem Weg nach Hause. Eine Mischung aus Überraschungsgäste bei einer Familienfeier sein zu wollen, Informationsoverkill und ein ganz kleines bisschen Heimweh hat uns dazu bewogen. Jetzt freuen wir uns erstmal auf euch persönlich.