auf die Porzellanstraße?

Wir haben noch einen Tag in Bayreuth verlängert, weil uns die Museen zu Richard Wagner, Franz Liszt und Jean Paul interessierten und wir heute alle 3 besucht haben. Mit Franz Liszt und Richard Wagner hat man es wirklich mit den Superstars des 19. Jahrhunderts zu tun, deren Leben und Werk man nicht mit einem Museumsbesuch erfassen kann. Aber lohnenswert war es auf jeden Fall und es macht Lust, sich etwas mehr mit ihnen zu beschäftigen. Jan hat das Internet schon Musik von Franz Liszt spielen lassen.

Aber morgen wollen wir nun wirklich weiter ins Fichtelgebirge und ich wünsche mir neben Naturerkundungen auch, in einige Orte bekannter deutscher Porzellanfabriken zu fahren. In Schönwald wird Geschirr für Dibbern produziert, in Selb ist der Sitz von Rosenthal. Auch in Bayreuth kamen wir gestern auf dem Weg zum Grünen Hügel an der Porzellanfabrik Walküre vorbei. Alles war sehr unbelebt, die Tore geschlossen. Man konnte nicht zum beschilderten Werksverkauf gelangen. Später stellte sich heraus, dass das Unternehmen Anfang 2020, also recht frisch, Insolvenz anmelden musste und nicht, wie Rosenthal, das Glück hatte, von einem Investor aufgekauft worden zu sein. Ich finde es ziemlich schade, dass auf diese Weise ein Stück deutscher Kulturgeschichte verloren geht.

Ob wir allerdings morgen nach Selb fahren, ist nicht ganz sicher.

Wir hatten uns ja bewusst Ziele im Inland und fernab der großen Touristenzentren gesucht. Und was passiert? Ca. 30 km von Selb entfernt, soeben nicht mehr im Fichtelgebirge ist ein neuer C-Hotspot entstanden, Schulen geschlossen und weitere Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen. Risikogebiet sei es noch nicht …

Sollten wir doch, wie wir von einigen Freunden und Bekannten erfahren, nach Italien fahren?

Lohnt sich unsere Vorsicht?

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