Bei unserer Abfahrt aus Bayreuth wollten wir nur kurz bei der Eremitage halten, sie hat uns dann aber doch zwei Stunden in ihren Bann gezogen. Ein sehr schöner Park mit hohen Hecken und vielen Obstbäumen, wär was für den Alex gewesen.

Die Orangerie des Neuen Schlosses war leider das einzige geöffnete Gebäude. Allerdings hat das dem Besuch keinen Abbruch getan. Der verwunschene Wald mit Wasserspielen, Amphitheater, Teichen und kleinen Kapellen muss durchwandert werden. Wenn schon Eremitage, dann aber mit jeglichem Luxus.

Ein sehr schöner Abschluss von Bayreuth. Viele, mit denen wir gesprochen haben und die in Bayreuth waren, haben ausschließlich vom Grünen Hügel berichtet, allerdings war das für uns fast das Langweiligste an der Stadt.

Nach unserem Besuch in Australien dachte ich, ich hätte viel giftiges Zeug gesehen, hatte aber das Fichtelgebirge noch nicht mit eingerechnet. Frei bewegen in Deutschland ist ja sowas von 2019.

Nachmittags checken wir kurzentschlossen in einem Hotelklotz aus den 70ern ein und ich mache mich zu einer ersten Wanderung auf. Empfehlung auf Komoot gesucht und eine zeitlich passende ausgewählt. 10 km auf die höchste Erhebung des Fichtelgebirges. Ich dachte, es sei der Berg mit dem Fernsehumsetzer drauf, musste dann aber unterwegs feststellen, es war der mit der scheinbar stillgelegten Militäreinrichtung. Von hier wurden die DDR und die CSSR belauscht.

In der Wegbeschreibung las es sich ganz gut, ging aber dann doch 5 km rauf und dann 5 km runter. Zwischendrin die alte Militärstraße, die in der Nachmittagssonne keinen Spaß gemacht hat. Der Wald jedoch ist sehr schön. Hoffen wir nur, dass es den Fichten hier nicht wie denen im Sauerland ergeht, noch sehen sie gut aus. Der Name des Gipfels ist übrigens Schneeberg. Hier noch der Blick über das größte Steinfeld. Der Wald ist auch ein großes Steinmeer.

Achja, von wegen Australien, ganz schön gefährlich hier im Fichtelgebirge.

