Mal wieder im Wald stehen

Gestern haben wir uns auf dem Weg nach Weiden zwei Burgen angesehen. Die erste hatte ich auf spektakulären Bildern in Tirschenreuth gesehen. Zu unserer Überraschung gibt es ein Hotel in der Burg Falkenberg. Wenn wir das gewusst hätten, wären wir evtl. hierhin zum Übernachten gefahren. Leider zu spät. Wir kommen auch nicht rein in die Burg, alles verrammelt.

Also weiter zur nächsten, Flossenbürg. Diesmal eine Ruine und etwas mehr zu kraxeln. Schöne Übersicht, leider von dem KZ im Hintergrund überschattet.

Ich würd noch gerne etwas über die runden Felsen laufen, Sabine ist aber schon wieder zum Auto und es kommt langsam etwas Hunger auf.

Uns war schon aufgefallen, dass die Dichte der Einkaufsmöglichkeiten auf dem Lande gering ist. Wir scherzen drüber und wirklich, die zwei Bäcker die Google austut, haben beide geschlossen. Zu unserer dicken Überraschung landen wir in einer Art Oberzentrum namens Floß. Bankfiliale, Bäcker, Tante Emma Lädchen, alles da und schmuck ist es auch noch. Sabine lässt uns von der Bäckersfrau zwei Brötchen schmieren, mit Gürkchen.

Jetzt aber doch zum eigentlichen Thema, Wald. Sabine wünscht sich einen Waldsee zum baden, zu dem man wandern kann. Ich bin da ja skeptisch, die Tourikarte zeigt ein paar natürliche Badeseen. Ich gebe mal den ersten ins Navi ein. Gleiche Strecke wie gestern. Mir waren die schönen Wälder links und rechts der Straße aufgefallen, als wir über die 725 m hohe Kuppe vor Weiden gefahren sind. Also halte ich heute mal an einem Wanderparkplatz.

Bei unseren Wanderungen im Fichtelgebirge hatte Komoot direkt ein paar nette Vorschläge für uns. Hier jedoch, nichts. An dem tollen Wanderparkplatz gibt es keine Karte oder breiten Wanderweg. Wir entdecken jedoch eine kleine 3 im Kreis an einem schmalen Stieg. Was bleibt uns übrig? Los geht’s.

Erstmal den Berg rauf bis zum Umsetzer, wir werden, als wir kurz den Wald verlassen, von dem freundlichen Landwirt auf seinem Monstergüllesprüher begrüßt. Optisch wie auch dufttechnisch ein Erlebnis. Zum Glück nur 150 m, dann ist der Wind auf unserer Seite.

Der Oberpfälzer Waldverein versteht sich auf das Anlegen und Markieren von Wegen, jedoch, nach meiner Meinung, nicht auf das Vermarkten. Die Karten auf der Webseite sind Fotos in schlechter Auflösung, nichts wonach man wandern möchte. Dabei ist der Vierlingsturm mit angeschlossener Gastronomie durchaus einen Ausflug wert.

Wir wechseln permanent die ausgeschilderten Wanderwege, mit Komoot und kurzem Blick auf den wirklichen Weg, kann man recht gut navigieren. Am äußersten Ende unserer achter Tour hat man einen schönen Blick ins Waldnaabtal und auf Weiden.

Sabine ist heute gnädig und findet meinen zusammengestückelten Weg gut. Wir müssen auch gar nicht durch Unterholz und es ist bei den stickigen Temperaturen draußen angenehm kühl im Wald.

Wir haben unser eigentliches Ziel, Badesee, noch nicht aus den Augen verloren. Der Badeweiher hat eine Eisbude, Dusche, Liegewiese und Sandstrand. Wir sind sehr positiv überrascht, gehen eine Runden schwimmen und legen uns noch etwas in die Sonne. Als die Jugend des Dorfes langsam aufwacht und die Badeinsel übervölkert ist, machen wir uns auf den Heimweg.

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