Seit Mittwochmorgen 5.00 Uhr, seit wir Key West wegen Irma verlassen mussten, sind wir beständig, insgesamt 1.500 km Richtung Norden gefahren, kleines Kreisen um Jacksonville in Erwartung eines Fluges und dann weiter nach Norden.
In zwei Hotels mussten wir jeweils morgens auschecken, weil sie anschließend geschlossen wurden.
Wir sind durch Georgia gefahren, ziemlich ähnlich wie Florida, etwas weniger besiedelt. Dann kamen wir durch eine malerische Toreinfahrt nach South Carolina, das war erstmal beeindruckend, hielt jedoch nicht lange, die Autobahn durchgängig 2-spurig, was völlig ausreichend, aber für amerikanische Verhältnisse sehr ungewöhnlich ist. Die Fahrbahn ist teilweise sehr holprig und führt oft meilenweit durch unbesiedeltes Sumpfgebiet. Dieser Bundesstaat scheint sehr, sehr dünn besiedelt zu sein.
Mittlerweile haben wir North Carolina erreicht. Die Straßen sind etwas breiter, man sieht bewirtschaftete Felder. Auf unserem Weg nach Norden haben wir nun auch eine andere Klimazone erreicht. Die 30 Grad-Zone haben wir hinter uns gelassen. In North Carolina erfrischende 18 Grad, wir haben die kurze gegen die lange Hose getauscht.
Viele Autos aus Florida sind mit uns unterwegs. Auch in North Carolina stellt man sich auf die Auswirkungen von Irma ein.
An der Tankstelle spricht Jan mit einem Herrn aus West Palm Beach. Er überlegt, ob er schon wieder zuhause fährt, da die Ostküste bislang nicht so stark betroffen ist. Ratlosigkeit. Florida ist im Moment kein Sunshine State.

Und immer noch kommen uns die Rettungsfahrzeuge für die Elektrik entgegen, schließlich sind bereits mehr als 500.000 Haushalte ohne Strom.

So richtig kann ich mich gerade gar nicht mit der Gegend beschäftigen, durch die wir fahren. Ich muss immer an die Bedrohung der Menschen im Süden denken und verfolge es intensiv im Fernsehen.
Mittlerweile haben wir darüber geschlafen, im Fernsehen sehen wir die verheerenden Ausmaße der Flut. Noch viel mehr Haushalte sind ohne Strom, die Elektriker sehen wir im Fernsehen vor Ort im Einsatz.
Hoffen wir, dass das Schlimmste nun vorüber ist.
hallo…wir verfolgen euch….sind froh, wenn es euch gutgeht, soweit das geht, bei immer mehr menschen denen es nicht so gut geht…liebe grüße von den „münchnern“