Die Uros

Ich liebe das Meer. Schön, dass Leuchttürme offensichtlich etwas Universelles haben.

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Dieser steht am Hafen von Puno, wo unsere kleine Bootstour startet. Der Titicacasee gefällt mir, die sanft ansteigenden Hügel um den See herum lassen vergessen, dass man sich auf fast 4.000 m über dem Meeresspiegel befindet.

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Nach kurzer Fahrt tauchen wir schon in den Schilfgürtel ein, aus dem die Uros ihre komplette Lebensgrundlage beziehen. Ständig müssen sie neues Schilf holen, um ihre Inseln zu erneuern. Etwa 2000 Menschen leben auf diesen schwimmenden Inseln im Titicacasee.

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Unser Reiseführer Alex bringt uns 2 Wörter der Sprache der Uros bei:
Kamisaraki – Hallo, wie geht es Dir?
Waliky – Danke, gut.

Und dann werden wir auch schon von den bunt gekleideten Damen begrüßt.

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Alex und der Präsident der Insel erzählen uns einiges über das Inselleben. Wir sitzen währenddessen auf kleinen runden Schilfbänken, die Damen schauen zu uns herüber und tuscheln dabei etwas miteinander.

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Und dann wird klar, warum. Sie haben sich schon überlegt, wer wen in seine Hütte einlädt und schon finden wir uns in einer solchen wieder. Die Hausherrin spricht ein bisschen Englisch, ich fühle mich etwas überrumpelt und entdecke zu meiner Überraschung einen Lichtschalter und eine Glühlampe. Stolz wird uns das elektrische Licht vorgeführt. Es gibt Solarenergie. Jan fängt sich ganz schnell und stellt einige Fragen. In dieser Hütte ist ein Bett für 5 Personen und an den Wänden ist die Kleidung ordentlich aufgehängt. Und dann wollen wir aber auch zum Geschäftlichen kommen. Vor der Hütte zeigt sie uns ihre Handarbeiten und hätte gern, dass wir etwas kaufen. Als wir dankend ablehnen, ist ihre gute Laune ziemlich dahin.

Alex hatte schon angekündigt, dass wir mit einem Mercedes Benz der Uros zu der nächsten Insel fahren würden. (Die Uros selbst bewegen sich mit kleinen Motorbooten.)

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Deshalb werden wir am Ufer mit einigen Gesängen und Winken verabschiedet.

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Auf der nächsten IMG_1138Insel kann man weitere Mitbringsel erwerben. Eines davon ist sehr praktisch für mich, weil es keinen Platz beansprucht.  Man kann sich für 1 Sol einen Stempel in den Reisepass machen lassen.

Wir fahren zurück, ein Bus bringt uns zum Hotel. Das Gewusel auf den Straßen ist unglaublich.

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Gestern Abend kamen wir schon an einer Garküche vorbei, an der Spießchen gegrillt wurden, es roch sehr lecker.

Übrigens finde ich Puno nicht so unattraktiv, wie es in vielen Reiseführern zu lesen steht. Es gibt zwei kleine, sehr gepflegte Plätze mit netten Restaurants.

Der Parque Pino hat an drei Seiten Bücherstände. Das blaue Gebäude im Hintergrund ist eine Schule, in die wir Kinder auch am Samstagnachmittag gehen sehen.

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An der vierten Seite schmettert als Auftakt zu einer Prozession eine Musikkapelle „Tochter Zion“.

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Einen Plaza de Armas mit einer Kathedrale gibt es im Zentrum einer jeden Stadt.

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Immer noch Augustos Rat der leichten Kost folgend essen wir eine leckere Gemüsesuppe.

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4 Kommentare zu „Die Uros“

  1. Hab‘ mich auch gleich der Ra II erinnert (Thor Heyerdahl), wurde auch am Titicacasee gebaut; davon hatte ich als Kind gelesen und mich gerade eben wieder dran erinnert.

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