Buenos Aires – Architektur und Sehenswürdigkeiten

Ersteres ist schwierig, zweitere sind auch schwierig. Architektur oder Stadtplanung sollte ja irgendwie einer Linie, einer Idee folgen. Haben wir leider vergebens gesucht. Sehenswürdigkeiten sollten herausstechen und in einer Stadt mit 13 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt eines Landes auch mehr als nur eine Hand voll sein. So richtig sind wir mit Buenos Aires noch nicht warm geworden. Natürlich sind wir mal wieder ohne große Vorbereitungen angekommen.

Es liegt auch ein bisschen an dem Stadtteil, mit dem wir angefangen haben, da dort unser Apartment ist, Recoleta. Es scheint der teuerste Stadtteil zu sein, dementsprechend viel Geld kann man hier mit Wohnraum verdienen. Das Straßenbild ist eine wilde Mischung aus 6-8 stöckigen Jahrhundertwende Gebäuden, die auch in Paris stehen könnten und danach errichteten Hochhäusern aller Epochen, ohne dass sich ein Stil festmachen ließe. Es gibt zwar breitere Straßen mit altem Baumbestand, doch wirken sie, wegen der angrenzenden 10-15 stöckigen Hochhäuser, trotzdem eng. Herumschlendern macht uns jedenfalls nicht so richtig Spaß.

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Im neuen Zentrum sieht es etwas anders aus. Die Bebauung ist etwas älter, viele Banken haben in einen Prunkbau investiert. Die Anzahl „schöner“ Gebäude ist deutlich höher. Die noch mal breiteren Straßen, zum Teil 8 – 10 spurig, machen das ganze optisch großzügiger, allerdings ist man als Fußgänger schnell gestresst, ist halt nicht autofrei.

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Geht man vom Zentrum Richtung Hafen und dem dahinterliegenden Naturschutzgebiet Reserva Ecológica Costanera Sur, muss man erstmal die neue Hochhausreihe passieren. Es scheint, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von der Natur abgezwackt wurde, evtl. aber auch von alten Hafenanlagen. Hier sieht es modern und zweckmäßig aus, könnte aber auch jede andere beliebige Stadt sein. Puerto Madero heißt der Stadtteil.

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Über das nette Palermo habe ich ja schon geschrieben. Die kleinen schnuckeligen Häuser sind aber auch hier in der Minderheit und die Hochhausstraßenfluchten sind denen von  Recoleta ähnlich.

Überrascht hat mich dann San Telmo, hier geht es etwas ärmlicher zu, was dem Straßenbild durchaus gut steht. Die Häuser sind eher 4-5 stöckig, nette Fassaden wechseln sich mit ehemals netten Fassaden ab. Viele Kopfsteinpflasterstraßen, alte ungenutzte Straßenbahnschienen. Künstler, Antiquitäten, Plattenläden, Buchläden. Wenn wir hier abgestiegen wären, hätten wir sicher ein anderes Bild der Stadt.

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Nach La Boca habe ich es nicht mehr geschafft, ein altes Hafenviertel, noch ursprünglich. Maradonas Heimat und Verein Boca Juniors, Stadion inbegriffen, ist hier die Attraktion.

Achja, Sehenswürdigkeiten, also außer dem Kult um Evita Peron mit Grab, Denkmal und Museum haben wir echt nicht viel gefunden. Sabine hatte eine private Stadtführung rausgesucht, sollte aber 100€ kosten, war uns zu teuer.

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Zum Abschluss noch die Skyline vom Rio de la Plata gesehen. Wir fahren mit dem Boot nach Montevideo.

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Auf dem Weg nach Santiago de Chile müssen wir hier noch mal vorbei, wir versuchen unseren Eindruck zu revidieren.

2 Kommentare zu „Buenos Aires – Architektur und Sehenswürdigkeiten“

  1. „Mi Buenos Aires querido“, Campino und die „Pantalones Muertos“ seit 25 Jahren. Im Oktober im „Museum“ im Tangoviertel San Telmo – Punk Konzert. Was macht überhaupt der Tango? Aber ihr habt die Schuhe vergessen!

    1. Schuhe kann man sicher erwerben, ich habe bei meinem Bummel durch San Telmo nur eine offensichtliche Tangokneipe gesehen. Muss man ein bisschen nach suchen. San Telmo wär sicher das bessere Viertel für uns gewesen, mal schaun was der weitere weg bringt.

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